Kartenzählen

Auch im Film Hangover von 2009 wird das Thema Kartenzählen beim Blackjack thematisiertBeim BlackJack sind die Chancen auf einen Gewinn recht gut, da die Chance nahe der 50-Prozent-Marke liegt. Dennoch bedienen sich einige Spieler gerne einer Technik, welche offiziell nicht illegal ist – das Kartenzählen. Allerdings gilt es beim Kartenzählen einige Hinweise zu beachten. Vor allem in echten Casinos und Spielbanken wird das Kartenzählen nicht gerne gesehen und kann sogar zum Hausverbot führen.

Casinos in den USA können in deren Hausordnung Regeln festlegen, wie sie es möchten und wenn darin steht, dass das Kartenzählen nicht erlaubt ist, so kann es fatale Folgen haben, wenn man dabei erwischt wird. Dieser Artikel soll die Technik des Kartenzählens erklären, allerdings wollen wir keinen Spieler dazu drängen, das Kartenzählen anzuwenden.

Wie funktioniert das Kartenzählen?

Das Kartenzählen basiert auf einer eigentlich sehr einfachen Theorie. Beim BlackJack hat man einen enormen Vorteil, wenn man eine Ahnung hat, welche Karten als nächstes kommen. Ganz genau kann man das nie wissen, doch sind die Wahrscheinlichkeiten für manche Karten höher als für andere, weil die anderen schon zuvor ausgeteilt wurden, kann man sich einen großen Vorteil gegenüber dem Casino verschaffen. Die Chance auf einen normalen Gewinn liegt schon nahe der 50 Prozent und kann man sich nun noch einen kleinen Vorteil verschaffen, indem man weiß, welche Karten am ehesten kommen werden, kann man BlackJack zu einem auf Dauer gewinnbringenden Spiel verwandeln.

Den True Count kann man mit einer einfachen Formel berechnen

Die einfache und gleichzeitig recht profitable Methode des Kartenzählens ist das High-Low-System. Folgt man dieser Strategie, muss man sich nicht genau behalten, welche Karten schon raus sind. Man rechnet sich eher einen Wert aus, welcher die verbliebenen Werte im Kartendeck repräsentiert. Es handelt sich dabei um eine sogenannte „Running Count“ Technik, in der jede Karte einen bestimmten Wert hat. Mit diesem einfachen System wird man herausfinden, wann das Verhältnis zwischen Karten mit hohem und niedrigem Wert aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Alle Karten werden zum Zählen in drei verschiedene Gruppen mit verschiedenen Werten eingeteilt

Die Kartenwerte sind so aufgeteilt, dass ein ganzer Kartenstapel durchgespielt sein sollte, der die Endsumme Null ergibt. Von dem Moment an, in dem die erste Karte eines neu gemischten Kartendecks ausgegeben wird, fängt der Spieler an den Wert der Karte zu zählen. Wie aus der Übersicht zu entnehmen ist, wird bei einer niedrigen Karte der Wert um einen Punkt erhöht, und eine hohe Karte verringert den aktuellen Wert um einen Punkt. Alle Karten von 7 bis 9 gelten als neutral und werden nicht gezählt.

Nach der ersten Runde ist das Ergebnis der Zählung allerdings noch nicht sonderlich genau. Es sind noch viel zu viele Karten im Spiel, als das eine +1 am Ende der ersten Runde darauf hindeutet, dass noch mehr Karten mit höherem Wert im Kartendeck sind. Dies ist zwar der Fall, doch kann man sich darauf in der nächsten Runde nicht verlassen. Erst wenn einige Hände gespielt wurden und die Kartendecks im Shoe langsam zuneige gehen, kann man auf das Ergebnis des Kartenzählens wetten.

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Aus diesem Grund machen es manche Spieler so, dass sie einem Tisch erst einige Runden zusehen. Dies macht einen zwar ein wenig verdächtig, doch kann man auch die Spielweise der anderen Spieler am Tisch beobachten. Im echten Casino sollte dieses allerdings erst dann verwendet werden, wenn man es wirklich „im Schlaf“ beherrscht. Die Croupiers und Sicherheitschefs, welche darauf ausgebildet wurden, ein solches Verhalten zu erkennen, dürfen nicht merken, dass man im Kopf mitzählt.

Bekannte Beispiele von erfolgreichem Kartenzählen

Wir alle hören gerne Geschichten von Menschen, denen es gelungen ist, die Casinos zu überlisten und mit Kartenzählen einen erfolgreichen Abend zu feiern. Und Tatsache, es gibt einige Geschichten aus der Vergangenheit, in denen professionelle BlackJack-Spieler mit Kartenzählen erfolgreich waren.

MIT BlackJack Team

Das Logo des Massachusetts Institute of TechnologyDas MIT BlackJack Team wird von vielen Casinos gefürchtet. Ursprünglich handelte es sich um eine Gruppe von Studenten und ehemaligen Studenten des Massachusetts Institute of Technology, die Strategien entwickelten, um verschiedene große Casinos mit der Technik des Kartenzählens zu schlagen. Privat finanzierten sie ihre Gruppe und kassierten in zahlreichen Casinos in den USA ab. Einige Mitglieder dieser Gruppe wurden irgendwann enttarnt, sodass sie ein Hausverbot in verschiedenen Casinos erhielten, doch die erst kleine Gruppe vergrößerte sich schnell. Das Team und seine Nachfolger betrieben die Strategie erfolgreich von 1979 bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts und noch immer soll es einige Spieler geben, welche dem MIT BlackJack Team nacheifern.

Wer ist wer im Film „21“ (2008)?

Der Film “21” basiert auf dem Bestseller „Bringing Down The House“ von Ben Mezrich,
der die wahre Geschichte des MIT Blackjack-Teams aus den 90er-Jahren erzählt.

  • Der Schauspieler Jim Sturgess spielt die Rolle von Ben CampbellBen CambellBen Cambellgespielt vonJim Sturgessechte Person:Jeff MaJeff Ma war Mitglied im ehemaligen MIT Blackjack TeamJeff Ma
  • Kate Bosworth spielt im Film das MIT Mitglied Jill TaylorJill TaylorJill Taylorgespielt vonKate Bosworthechte Person:Jane WillisJane Willis vom MIT war die Filmvorlage von Jill TaylorJane Willis
  • Im Film wird die Figur Jimmy Fisher von Jacob Pitts verkörpertJimmy FisherJimmy Fishergespielt vonJacob Pittsechte Person:Mike AponteMike Aponte gehörte dem originalen MIT Blackhack Team anMike Aponte
  • Die Schauspielerin Liza Lapira stellt im Film Kianna darKiannaKiannagespielt vonLiza Lapiraechte Person:Laurie TsaoDie ehemalige Studentin Laurie Tsao war die Vorlage für die Filmfigur KiannaLaurie Tsao
  • Der weltweit beliebte Darsteller Kevin Spacey spielt Micky RosaMicky RosaMicky Rosagespielt vonKevin Spacyechte Person:Bill KaplanBill Kaplan war der Gründer und Organisator des MIT Blackjack TeamBill Kaplan

Der große Vorteil der Gruppe aus dem Großraum Boston war deren Anzahl. In regelmäßigen Sitzungen in Hallen, Wohnungen und anderen mietbaren Räumen bildete man die Interessierten aus. In einem Test sortierte man die besten Spieler aus, suchte sich jedoch auch einige normale Spieler mit dem Talent zum Verborgenen. Sie stellen Gruppen zusammen, welche dann gemeinsam an einem Tisch saßen und so den Verdacht auf das Kartenzählen verwischten.

Tommy Hyland

Tommy Hyland ist ein berüchtigter Kartenzähler des Glücksspiels BlackJack. Er beherrschte die Technik so gut, dass Anfangs niemand auf den Verdacht kam. Die Gewinne häuften sich bei dem Spieler und so gründete er ebenfalls ein Team im Jahr 1979. Ursprünglich bestand das Team aus vier Spielern, die jeweils 4.000 US-Dollar als Bankroll einbringen mussten. Innerhalb weniger Monate hatte man bereits über 50.000 US-Dollar gewonnen. Die Bedingungen verschlechterten sich in Atlantic City, wo man dem Team auf die Schliche gekommen war und so zog man nach Asien. Den einen oder anderen aus dem Team schnappte man und stellte ihn vor Gericht, doch das es nicht illegal ist, die Karten zu zählen, blieb dem Gericht keine Wahl: Es wird eine intelligente Strategie und keine illegalen Tricks angewendet. Ein Freispruch nach dem anderen war die Folge.

Was unternehmen die Casinos gegen das Kartenzählen?

Die Casinos rund um die Welt sind mittlerweile auf die Technik des Kartenzählens aufmerksam geworden, doch noch immer wird es zahlreiche Spieler geben, welche mit der Technik erfolgreich spielen. Dennoch sind die Casinos deutlich sensibler geworden. In den größten Casinos der Welt, beispielsweise in Las Vegas, setzt man auf hochmoderne Videoüberwachung mit Programmen, welche die Spielweise und Verhaltenszüge eines verdächtigen Spielers erkennen können. Hinzu kommt, dass oft ein zweiter Croupier am Tisch sitzt, der sich vor allem auf die Spieler konzentriert. Das einfachste Mittel gegen Kartenzähler wurde mittlerweile zum Standard. Statt einer geringen Anzahl von Kartendecks wird mittlerweile mit meist sechs Paketen zu 52 Blatt gespielt. Bevor alle Karten verwendet wurden, werden alle Karten wieder gemischt.