BlackJack Regeln und Geschichte

BlackJack ist das wahrscheinlich meistgespielte Karten-Glücksspiel, welches in Spielbanken angeboten wird. Die Geschichte des Spiels geht viele Jahre zurück, was einmal mehr verdeutlicht, wie gern BlackJack gespielt wird. Bis heute wird BlackJack vor allem deswegen gespielt, da es für den Spieler ein enorm faires Spiel ist.

Es ist nicht sonderlich kompliziert und so kann man sich im Internet oder in der Spielbank schon nach einmal Lesen der Regeln und des Spielablaufs an einen Tisch setzen. Damit auch ihr die Regeln kennt, wollen wir euch kurz und knapp alle grundlegenden Informationen vermitteln.

Der BlackJack Tisch

BlackJack wird normalerweise an einem halbkreisförmigen Tisch gespielt, an deren gerade Seite der Dealer sitzt. An der Rundung des Tisches finden für gewöhnlich bis zu sieben Spieler einen Platz. Beim BlackJack spielt man im Prinzip alleine gegen die Bank. Allerdings haben die anderen Spieler einen gewissen Einfluss auf das eigene Spiel, da man deren Karten kennt und daher die nächsten Karten ein ganz wenig einschränken kann.

Auf dem Tisch befindet sich für gewöhnlich ein aufgemaltes Fach für den Einsatz, sowie einige Linien, welche die Position der Karten der Spieler einschränken. Die Karten der Spieler werden leicht versetzt übereinander gelegt, damit man den Wert jeder Karte noch gut erkennen kann.

Blackjack
Beim Online Blackjack können alle Regeln jederzeit direkt am Tisch eingesehen werden
Informationen:
Alternative Namen: Vingt-et-un oder Einundzwanzig
Kategorie: Kartenspiele
Spieler: bis zu 6
Dauer: von 1 bis 10 Minuten
Zufallselement: Karten
Kompliziertheit: niedrig
Strategien: ja
Fähigkeiten: Beobachtungsgabe, strategisches Denken, Disziplin

Ablauf und Ziel des Spiels

Das Ziel von BlackJack ist relativ einfach definiert. Ziel des Spiels ist es, mit zwei oder mehr Karten näher an 21 Punkte heranzukommen als der Dealer, ohne dabei die 21 Punkte zu überschreiten. Der Weg dahin ist hingegen ein wenig komplizierter.

Vor Beginn einer Runde platzieren die Spieler ihren Einsatz in dem dafür vorgesehenen Feld. Beim BlackJack im Casino ist es oft möglich, dass auch nicht mitspielende Besucher einen Einsatz in das Feld eines bestimmten Spielers platzieren. Diese Besucher haben kein Mitspracherecht, können jedoch von dem guten Spiel eines Spielers profitieren. Sind die Einsätze platziert, werden die Karten ausgeteilt. Alle Spieler und der Croupier erhalten eine offene Karte, danach erhalten nur noch die Spieler eine zweite offene Karte. Beginnend mit dem First Baseman (die Erklärungen zu diesem und weiteren Blackjack Begriffen findet ihr hier) werden nun entweder eine weitere Karte angefordert, keine Karte mehr angefordert, gesplittet oder gedoppelt. Beim Karten Anfordern möchte man so nah wie möglich an 21 Punkte herankommen, ohne sie zu überschreiten. Ansonsten ist man Bust, hat sich überkauft und verliert den Einsatz an den Dealer.

Haben alle Spieler ihr Spiel absolviert, zieht der Dealer eine weitere Karte. Hat er 17 oder mehr Punkte, muss er stehenbleiben. Bei 16 oder weniger muss er eine weitere Karte ziehen. Sollte er sich überkaufen, gewinnen alle noch im Spiel befindlichen Spieler. Ansonsten gewinnen nur die Spieler mit einem höheren Kartenwert. Bei gleichem Kartenwert wird der Einsatz zurückerstattet.

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Die Grundregeln

Die Grundregeln des BlackJack sind recht einfach zu verstehen. Allerdings gibt es einige weiterführende Regeln, welche es zu beachten gibt.

Die Kartenwerte

Die Kartenwerte sind grundlegend und sehr einfach zu merken. So orientieren sich die Werte im Grunde an anderen Kartenspielen mit einer Besonderheit. Asse zählen nach Belieben ein oder elf Punkte – der Wert wird festgelegt, sobald der Spieler keine weitere Karte mehr kauft. Das Ass zählt so, wie es für den Spieler am günstigsten ist. Die Karten von Zwei bis Zehn zählen entsprechend der Anzahl ihrer Augen. Bildkarten, also Könige, Damen und Buben, zählen jeweils zehn Punkte.

Die BlackJack Basisstrategie in einer stark vereinfachten Form
Summe eurer Hand Eure Vorgehensweise % Bust bei Hit
Kleiner als 8 immer ziehen 0%
9, 10 oder 11 verdoppeln, noch eine Karte ziehen 0%
12 stehen bleiben, wenn der Dealer 4 bis 6 hat, sonst ziehen. 31%
13 bis 16 stehen bleiben, wenn der Dealer 2 bis 10 hat 39-62%
17 oder höher immer stehen bleiben über 69%
A-8 und A-9 keine weitere Karte fordern 85% – 92%
AA immer Blatt teilen 0%
Zwei Zehner niemals teilen 92%
Zwei Siebener aufteilen, wenn der Dealer 2 bis 7 hat, sonst ziehen. 56%
A-4 verdoppeln, wenn der Dealer 4 bis 6 hat, sonst eine weitere fordern. 58%

Einschränkungen für den Dealer

Der Dealer hat beim BlackJack einen gewissen Vorteil gegenüber den anderen Spielern. Dieser liegt vor allem darin, dass erst die Spieler ihr Spiel machen und dabei oft schon mehrere verlieren und keine Chance mehr auf einen Gewinn haben, auch wenn sich der Dealer überkaufen wird. Doch der Dealer hat keine freie Entscheidung zu treffen, ob er eine weitere Karte zieht oder nicht. Er muss sich an feste Regeln halten. Der Croupier muss ein Ass stets mit elf Punkten werten, es sei denn, er würde auf diese Weise die 21 Punkte überschreiten. Dann zählt sein Ass ebenfalls als 1 Punkt.

Der Dealer muss sich an eine einfache Einschränkung halten. Sobald seine Hand 17 Punkte oder mehr erreicht hat, muss er stehen bleiben und keine weitere Karte mehr ziehen. Bei 16 Punkten oder weniger muss er eine weitere Karte ziehen. Einen Entscheidungsspielraum hat er nicht.

Versicherungen

Beim Roulette gibt es verschiedene Versicherungen, welche von Experten allerdings nie oder nur ganz selten gespielt werden. Die guten Gewinnchancen beim Roulette liegen im eigentlichen Spiel und nicht in den Versicherungen. Eine Versicherung kann auf einen BlackJack des Dealers abgeschlossen werden. Dabei wird bei der ersten offenen Karte des Dealers darauf gewettet, dass er einen BlackJack erhält. Ist dies der Fall, ist die Nebenwette gewonnen.

Eine Nebenwette kann oft auch auf den Bust des Dealers abgeschlossen werden. Diese Nebenwette ist ebenso nicht sinnvoll.

Geschichte des BlackJack

Die Geschichte des BlackJack geht so viele Jahre zurück, dass man deren genauen Ursprung gar nicht mehr genau nachvollziehen kann. Erste Wurzeln können wohl schon im Antiken China gefunden werden. Schon in der neunten Dynastie sollen erste Kartenspiele gespielt worden sein. Nach Europa soll das Kartenspiel über einen altertümlichen Stamm aus Ägypten im 14. Jahrhundert gekommen sein. Die 52 Karten waren mit Tarot-ähnlichen Symbolen versehen und hatten bereits verschiedene Wertigkeiten.

Das Gemälde The Gamblers des niederländischen Malers Hendrick Ter BrugghenAls den ersten richtigen Vorgänger von BlackJack kann wohl das Französische Trente et Un bezeichnet werden. Damals war nicht die 21-Punkte-Marke entscheidend, sondern 31 galt es zu erreichen allerdings nicht zu überschreiten. Im 17. Jahrhundert findet man die erste Spur des heutigen BlackJacks. Unter der Bezeichnung Vingt et Un wurde wenig später das gleiche Spiel mit der 21-Punkte-Marke gespielt, allerdings soll es einen kleinen Unterschied gegeben haben. Beim Vingt et Un durfte nur der Dealer Doublen. Anderswo hat sich das Spiel Onze et Demi entwickelt, also Elfeinhalb. Damals wurden die frühen Formen des heutigen BlackJack meist nur zwischen zwei Spielern gespielt. Nur selten übernahm einer die Rolle des Bankhalters. Erst als die Spielhäuser populär werden, wird es üblich, dass man nur gegen die Bank spielt. Die ersten großen Spielhäuser wurden in Frankreich gefunden, doch innerhalb weniger Jahre verbreitete sich die Idee des organisierten Glücksspiels. Und so kam das Glücksspiel auch nach Deutschland, wo es heute in durchschnittlichem Maß wahrgenommen wird. Heute haben sich in den Online Casinos viele verschiedene Blackjack Varianten entwickelt, die zum Teil sehr unterschiedlich sind.