Roulette Martingale Strategie

Die Martingale Strategie ist eines der ältesten Roulettesysteme, das auch heute noch von einigen Spielern verwendet wird. Gerade Anfänger meinen in dem System eine Möglichkeit gefunden zu haben, auf Dauer sicheres Geld zu verdienen. In vielen Foren im Internet wird die Martingale Strategie als unschlagbar bezeichnet, doch das dies nicht wahr ist, wird einem fortgeschrittenen Spieler schnell klar sein.

Die Martingale Strategie mag zwar in einigen Einzelfällen zu mehrfachen Gewinnen geführt haben, doch dann war ein gewisses Glück im Spiel oder die Umstände im Casino waren optimal auf die Strategie zugeschnitten. So spielen vor allem die vom Casino gesetzten Limits eine große Rolle für die Gewinnchancen der Martingale Strategie.

Jetzt im Winner Casino mit 350€ Bonus die Martingale Strategie ausprobieren!

Martingale Strategie
Mathematische Formel zur Berechnung des Erwartungswert bei der Roulette Maringale Strategie
Jahr: 1934
Erfinder: Paul Pierre Lévy
Anwendung: 1:1 Wetten
Effizienz: kurzfristiger Erfolg

Wie funktioniert die Strategie und welche Idee steckt dahinter?

Die Martingale Strategie ist auch unter dem Namen „Verdoppelungsstrategie“ bekannt, und spätestens jetzt sollte wahrscheinlich vielen Spielern klar sein, um was sich bei der Martingale Strategie handelt. Die Basis der Strategie geht auf die einfache Idee zurück, dass man statistisch jede zweite Runde auf einfache Chance gewinnt, wenn man die Null außer Betracht lässt. So sucht sich der Spieler eine der einfachen Chancen aus und hält während des Spiels an dieser Chance fest. Demnach spielt es keine Rolle, ob man Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade, Niedrig oder Hoch wählt, hat man eine Entscheidung getroffen, hält man dieser für gewöhnlich fest.

Verdopplungssystem (Martingale Strategie)
Runde: Einsatz: Gesamtverlust: Gewinnwahrscheinlichkeit: Erwartungswert: Erwartete Rendite:
1 1 1 0.49292929 0.49292929 0.49292929
2 2 3 0.24995001 0.74985002 0.24995001
3 4 7 0.12674233 0.88719628 0.12674233
4 8 15 0.06426732 0.96400981 0.06426732
5 16 31 0.03258808 1.01023035 0.03258808
6 32 63 0.01652446 1.04104089 0.01652446
7 64 127 0.00837907 1.06414175 0.00837907
8 128 255 0.00424878 1.08343900 0.00424878
9 256 511 0.00215443 1.10091479 0.00215443
10 512 1023 0.00109245 1.11757574 0.00109245
Datenquelle: Bachelorarbeit an der Ruhr-Universität Bochum zum Thema “Gewinnchancen und Gewinnerwartung”

Das System des Verdoppelns kommt immer dann zum Tragen, wenn man einen Verlust gemacht hat. Sollte also in Runde 1 ein Verlust gemacht werden, wird in Runde 2 auf die gleiche einfache Chance der doppelte Einsatz platziert. Sollte nun ein weiterer Verlust gemacht werden, wird der Einsatz aus Runde 2 in Runde 3 noch einmal verdoppelt. Dies macht man solange, bis eine Runde gewonnen wurde. Wirft man dann einen Blick auf den Kontostand, wird einem auffallen, dass genau der Einsatz aus der ersten Runde plus gemacht wurde. Nach der gewonnenen Runde wird der Einsatz für die erste Runde wieder auf „Null“ bzw. den Anfangseinsatz zurückgesetzt.

Jedes Mal, wenn man eine Runde nach diesem System gewonnen hat, ist ein Gewinn von dem Anfangseinsatz zu verbuchen. Das System wirkt auf den ersten Blick also recht sicher, aber dennoch hat es seine Lücken. Auf diese wollen wir allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen.

Ein Beispiel

Um das Martingale System einmal zu veranschaulichen, wollen wir ein recht einfaches Beispiel betrachten. Wir wählen die Farbe Schwarz und einen Starteinsatz von 2 Euro für die Anwendung des Martingale-Systems.

In der ersten Runde setzen wir 2 Euro auf Schwarz, treffen unsere Wette allerdings nicht. In der zweiten Runde muss der Einsatz nun verdoppelt werden. Wir setzen 4 Euro auf Schwarz und verlieren erneut. Der Einsatz wird erneut verdoppelt und nun setzen wir 8 Euro auf Schwarz. Dieses Mal trifft unsere Wette und wir dürfen uns über einen 1:1-Gewinn freuen. Insgesamt erhalten wir also 16 Euro zurück bei einem Einsatz von 2 + 4 + 8 = 14 Euro. Wir haben also unseren Starteinsatz von 2 Euro Gewinn gemacht.

Hier sieht man den Ablauf der Martingale Strategie mit einem Starteinsatz von zwei Euro

Theoretisch lässt sich diese Strategie beliebig weit fortführen, bis man beispielsweise bei 32 Euro Einsatz ist. Bis dahin sollte rein statistisch schon einmal schwarz gekommen sein. Bei einem Einsatz von 32 Euro erhalten wir 64 Euro zurück und eingesetzt wurden bisher 2 + 4 + 8 + 16 + 32= 62 Euro. Erneut wurden 2 Euro und damit der Starteinsatz gewonnen. Nach dem Gewinn beginnt man wieder mit dem Starteinsatz von 2 Euro. Dieser Zeitpunkt kann sich bei Interesse empfehlen, die einfache Chance zu wechseln oder den Starteinsatz zu erhöhen oder zu verringern.

Warum funktioniert die Martingale Strategie nicht im Long Run?

Als Long Run bezeichnet man eine Spielweise auf lange Sicht. Auf lange Sicht soll mit der Martingale Strategie ein Gewinn erzielt werden, doch dies klappt leider nicht – wieso? Bei dieser Strategie kann es gleich mehrere Gründe geben, welche die Strategie zunichte machen. Als erstes kommt die sagenumwobene Null des französischen Roulettes ins Spiel. Diese sorgt dafür, dass die Gewinnwahrscheinlich auf eine einfache Chance nicht bei 50 Prozent sondern nur bei 48.65 Prozent liegt. Man wird also nicht in 50 Prozent der Fälle gewinnen.

Das zweite und wahrscheinlich noch wichtigere Kriterium ist das Limit des Casinos und der eigenen finanziellen Mittel. In einer Pechsträhne kann es dazu kommen, dass das Tischlimit erreicht wird und man einen herben Verlust einstecken muss. Oder das gesamte eigene Geld ist auf einmal aufgebraucht und man kann den vorher verlorenen Einsatz nicht mehr verdoppeln. In diesem Moment die Martingale Strategie gescheitert. Eine funktionierende Strategie für Roulette, mit der sichere Gewinne über einen langen Zeitraum erzielt werden können, gibt es also nicht. Man sollte Roulette als Glücksspiel und Freizeitbeschäftigung ansehen, für das man eben Geld zahlen muss, um daran teilzunehmen. Gewinnt man einmal, darf man sich besonders freuen.

Geschichte der Martingale Strategie

Die Geschichte der Martingale Strategie geht viele Jahr zurück und fand erstmals bei dem Glücksspiel Pharo seine Anwendung. Der Name des Spiels soll auf den König im Kartenspiel zurückgehen, der damals häufig als eine Art Pharao dargestellt wurde. Der König gilt in dem Spiel ans besonders glückverheißend, sodass sehr häufig auf ihn gesetzt wurde.

Bei Pharo spielt der Bankier gegen bis zu vier Pointeure. Jeder Spieler erhält vom Bankier ein Buch, also die 13 Karten einer Farbe als Einsatzschema. Nun deckt der Bankier zwei Karten von dem zweiten Kartendeck auf. Die erste Karte gilt für die Bank. Alle Einsätze auf der Karte mit dem gleichen Wert werden von der Bank eingezogen. Sollten die Pointeure auf dem Wert der zweiten Karten einen Einsatz platziert haben, gewinnt der Spieler in einem Verhältnis von 1:1. Die Einsätze von nicht getroffenem Werte bleiben liegen und dürfen für die nächste Runde bei Interesse nur erhöht werden.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde das System in Frankreich für alle möglichen Glücksspiele populär, bei der es eine Wette mit einer Chance nahe der 50 Prozent gab. Am geeignetsten war damals noch der weit verbreitete Münzwurf, der genau eine Gewinnchance von 50 Prozent aufwies.