Interessante Fakten/Geschichten rund ums Roulette

Die Geschichte des Roulettes geht auf über 400 Jahre zurück und so ist es wenig verwunderlich, dass sich in dieser Zeit einige interessante Geschichten und Fakten um das Glücksspiel gebildet haben. So sind zwar die Regeln und Strategien bis heute übermittelt worden, doch wurden sie zum Teil noch stark verfeinert. Die Fakten und Geschichten wurden von einem Erzähler zum nächsten vielleicht nicht vollständig korrekt übermittelt, doch liegen sie noch immer in roher Form vor. Dies macht sie besonders lesenswert und interessant – nur so kann man den Reiz hinter Roulette vollständig verstehen und das Spiel spielen, wie man es früher gemacht hat.

Hier findet ihr alle wichtigen Fakten über das Roulette Spiel in einer großen Übersichtsgrafik

Was bedeutet der Name Roulette und woher kommt er?

Nach dem Glücksspielverbot erlaubte Napoleon Bonaparte wieder das RoulettespielRoulette ist heute eines der bekanntesten Glücksspiele, doch was bedeutet der Begriff Roulette überhaupt und woher stammt er? Roulette ist ein Begriff auf dem Französischen und bedeutet so viel wie Rädchen. Auch wenn der Ursprung des Spiels wahrscheinlich auf ein anderes Land zurückgeht, kam Roulette in Frankreich zu seiner großen Popularität und eroberte von dort aus ganz Europa. Im Laufe des 18. Jahrhunderts kam das Glücksspiel nach Frankreich, wo es Ludwig XV. vergeblich zu verbieten versuchte. Es war Napoleon Bonaparte, der im Jahr 1806 das Glücksspiel in den Spielhäusern des Pariser Palais wieder erlaubte.

In den Spielbanken von Baden-Baden, Bad Homburg und Wiesbaden erkannte man das Potenzial des Glücksspiels, welches bis dahin wissentlich nur in Frankreich gespielt wurde, und führte es ein. Das neue Glücksspiel war ein Publikumsmagnet und so erreichte das Roulette einen enormen Bekanntheitsgrad.

Das originale Roulette hatte zwei Zeros

Das Rulette Rad hatte neben den 36 Zahlen und der Null ursprünglich auch noch die Doppel-NullWie aus einigen Übermittlungen der Geschichte hervorgeht, war Roulette vorerst ein Spiel, welches ganz einfach zwischen zwei Freunden gespielt wurde. Es ging nicht darum, das Spiel kommerziell zu betreiben und so gab es zu Beginn keine Null in dem Spiel, welche nicht zu den einfachen Chancen gehörte. Mit der Einführung des Spiels in Casinos und Spielhäusern musste an dem Spiel jedoch eine Veränderung vorgenommen werden. Schließlich muss die Bank für die Ausrichtung von Roulette ein wenig Geld verdienen. Dies schaffte man, indem man zwei Nullen bzw. Zeros einführte. Diese Zahlen gehörten zu keiner der einfachen Chancen und verringerten die 50:50-Chancen der Spieler und schafften einen Hausvorteil. Üblicherweise gewinnt das Casino daher immer.

Um sich von anderen Casinos abzuheben und damit möglichst viele neue Spieler anzulocken, strichen einige Casinos eine Null, womit der Hausvorteil sank und die einfachen Chancen wieder näher an 50:50 lagen. Dies funktionierte in der damaligen Zeit sehr gut und Casinos mit Roulettekesseln mit zwei Nullen waren schnell weniger gut besucht. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als mitzuziehen und ebenfalls nur eine Zero zu nutzen. In Europa hat sich diese Spielweise durchgesetzt, lediglich wenn es über den „großen Teich“ geht, wird man beim amerikanischen Roulette auf zwei Zeros treffen.

Flat Betting ist besser als Systeme oder Strategien

Flat Betting ist keine der Strategien, welche man unter Namen wie Martingale oder Paroli kennt. Beim Flat Betting wird der Einsatz nicht von Gewinn zu Gewinn oder von Verlust zu Verlust erhöht, es wird stetig der gleiche Einsatz auf die gleichen Felder auf dem Tableau gesetzt. Dies mag auf den ersten Blick ein wenig langweilig sein, ist jedoch enorm kapitalschonend. Progressive Strategien oder Systeme sind dagegen deutlich risikoreicher und bringen auf lange Sicht einen größeren Verlust mit sich. Werfen wir einen Blick auf die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Nehmen wir an, es wird in jeder Runde 1 Euro auf Rot gesetzt. Beim europäischen Roulette gibt es 37 Felder im Kessel, von denen 18 Felder zum Gewinn führen. Die Chance beträgt also 48,65 Prozent. Die Chance für einen Verlust liegt bei 51.35 Prozent, die sich aus 48.65 Prozent für Schwarz und 2.7 Prozent für die Null zusammensetzt.

Nun nehmen wir an, es werden 100.000 runden á 1 Euro auf Rot gespielt. Nach den Chancen werden am Ende 48.650 Euro gewonnen und 51.350 Euro verloren. Unterm Strich führt das zu einem Minus von gerade einmal 2.700 Euro, die natürlich schmerzhaft sind, auf 100.000 Euro jedoch eher gering sind.

Wie heißt der Markierer zum Markieren von Gewinnen?

Der Markierer auf dem Tableau des amerikanischen Roulettes wird Dolly genanntIn Casinos gibt es verschiedene Arten, wie man einen Gewinn markiert. Beim französischen bzw. europäischen Roulette ist es üblich, dass der Croupier die durch die Kugel bestimmte Zahl laut ansagt und mit dem Rechen, dem sogenannten Rateau, auf die gewinnende Zahl zeigt. Dieser Rechen wird dann ebenfalls dafür verwendet, vorerst die verlorenen Wetteinsätze einzuziehen und danach die gewinnenden Einsätze auszuzahlen.

Beim amerikanischen Roulette ist es üblich, dass der Croupier eine Metallfigur auf das gewinnende Feld legt. Diese Metallfigur trägt den Spitznamen Dolly, wird mittlerweile jedoch auch seltener als früher verwendet.

Warum nennt man Roulette auch „The Devils Game“?

Weil die Summe aller Roulette Zahlen den Wert 666 hat, wurde das Spiel auch als Teufelsspiel bezeichnetRoulette trägt rund um die Welt den Namen Roulette, doch sind auch einige Spitznamen gebräuchlich. Gerade in den USA nennt man Roulette auch oft „The Devils Game“. Der Ursprung dieses Namens ist ebenso einfach wie banal. Summiert man alle Zahlen eines Roulettekessels miteinander, kommt man auf 666, die Zahl des Teufels. Aus diesem Grund hat man früher wohl gesagt, dass man den Teufel geschlagen hat, wenn man genau die richtige Zahl getroffen hat. Aufgrund der Geschichte mit der Teufelszahl gehen einige Experten auch davon aus, dass Roulette einen religiösen Ursprung hat und von Priestern aus dem Fernen Osten erfunden wurde.

Aus welchem Material besteht die Roulettekugel?

Die Roulettekugel bestand früher aus einem extrem wertvollen Material, dem Elfenbein. Dabei handelt es sich um den Stoff, der aus Hörnern und den Stoßzähnen von verschiedenen Tieren gewonnen wird – allen voran geht der Elefant. Mittlerweile ist es jedoch weitgehend verboten, Roulettekugeln aus dem Stoff herzustellen und so sind die meisten Kugeln aus Kunststoff und in seltenen Fällen aus Keramik. Da die Keramik-Kugeln mehr Lärm machen, werden sie wenn dann nur zu besonderen Anlässen verwendet.

Ashley Revell – Der risikoreichste Spieler der Welt

Das Zitat von Ashley Revell zum Coup seines Lebens

Ashley Revell hat ein interessantes Experiment gemacht. Auf einigen Seiten im Internet wird er als professioneller Spieler bezeichnet, doch das war er gewiss nicht. Der im Jahr 1972 geborene Revell war beinahe ein wenig verrückt. So verkaufte er damals alles, was in seinem Besitz war – sogar seine Kleidung. Am Ende hatte er 135.300 US-Dollar zusammen und ging ins Plaza Hotel & Casino in Las Vegas, Nevada. Er setzte all sein Hab und Gut auf Rot und gewann. Es fiel die rote 7 und der verdoppelte sein Erspartes auf 270.600 US-Dollar. Er gab noch 600 US-Dollar an den Croupier, sagte „Danke dir“ und verließ das Casino. Viele Zuschauer hatten gewartet, dass er noch einmal eine Wette platziert. Doch er nahm das Geld und gründete damit sein eigenes Pokerunternehmen. Der Event wurde damals von Sky One gefilmt und aufgezeichnet.

Alles oder nichts: die verrückteste Roulette Wette aller Zeiten