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China macht ernst im Kampf gegen illegales Glücksspiel

Das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit verkündete am vergangenen Montag seine Erfolgszahlen im Kampf gegen das illegale Glücksspiel in China. Demnach konnten seit Februar 2020 rund 229 Milliarden Yuan, umgerechnet ca. 28,8 Milliarden Euro, aus illegalem Glücksspiel beschlagnahmt werden. Im Zuge der Bekämpfung von illegalem Glücksspiel seien zudem bereits rund 11.500 verdächtige oder überführte Personen festgenommen worden. Dazu beigetragen hat unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den vietnamesischen Behörden. Auch die chinesische Bevölkerung wird zur Mithilfe aufgefordert.

Zwei Männer im Anzug sitzen an einem Blackjack-Tisch und diskutieren über ihre Karten.
Im Kampf gegen illegales Glücksspiel machen die chinesischen Behörden ernst und haben bereits mehr als 11.500 Verdächtige festgenommen. (©quinonesnaomy/Pixabay)

Ermittlungen machen keinen Halt vor Ländergrenzen

Laut einem Bericht der Global Times konnte das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit neben dem beschlagnahmten Geld aus illegalem Glücksspiel und den zahlreichen Verhaftungen auch insgesamt 148 kriminellen Vereinigungen sowie 187 illegale Finanzdienstleister zerschlagen. In diesem Zuge wurden auch mehr als 27.000 Bankkonten eingefroren. Auch im Online-Bereich konnten Erfolge verzeichnet werden. Insgesamt 368 illegale Online-Glücksspielplattformen wurden aufgelöst. Im Rahmen der Ermittlungen konnten zudem diverse Delikte aufgenommen werden, die sich aus den Bereichen Geldwäsche, Betrug, Menschenhandel und Entführung speisen.

Viele der vom Ministerium angezeigten und im Bericht veröffentlichten Fälle beinhalteten das sogenannte „grenzübergreifende Glücksspiel“. Diverse ausländische Casinos, sowohl online als auch landbasiert, hatten mittels in China ansässigen Operatoren ausländische Spieler angeworben und versucht, diese in ihre Casinos zu locken. Des Weiteren wurden Täter überführt, die aus dem Reich der Mitte illegale Glücksspielveranstaltungen im Ausland organisiert hatten. Ebenso kommen viele Beteiligte aus dem Bereich der technischen Unterstützung oder der finanziellen Transaktionen für illegales Glücksspiel. Allein am 26. April dieses Jahres konnten in der südchinesischen Provinz Guangxi Zhuang in Kooperation mit den vietnamesischen Behörden über 100 Personen verhaftet werden, die im illegalen Glücksspiel tätig waren.

China und Vietnam starten gemeinsame Anti-Glücksspiel-Operation. Um dem illegalen, häufig grenzüberschreitenden Glücksspiel effektiv entgegentreten zu können, haben die chinesischen Behörden mit anderen, ausländischen Strafverfolgungsbehörden eine gemeinsame Anti-Glücksspiel-Operation ins Leben gerufen. Entstanden ist die Zusammenarbeit durch die Verhaftung von rund 380 chinesischen Staatsbürgern durch die vietnamesischen Behörden. Die Verdächtigen führten den Ermittlungen nach einen großen Online-Glücksspiel-Ring in Hai Phong, Vietnam.

Bei den 100 verhafteten Personen soll es sich laut dem chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit um die Betreiber einer in Vietnam ansässigen, illegalen Glücksspielplattform gehandelt haben. Sämtliche finanzielle Transaktionen seien dabei über Zahlungsdienstleister wie WeChat und Alipay stattgefunden haben. Laut einem Mitarbeiter des Ministeriums werde bei der Strafverfolgung eine „Null-Toleranz-Strategie“ verfolgt, da die Taten die wirtschaftliche Sicherheit, die soziale Stabilität und das Image Chinas massiv beeinträchtigten.

Chinesischen Behörden richten Appell an die Bevölkerung im Kampf gegen illegales Glücksspiel

Aufgrund der Corona-Pandemie hatten die Aktivitäten im Bereich des illegalen Glücksspiels massiv zugenommen. Aus diesem Grund haben die chinesischen Behörden ab Ende Februar damit begonnen, den Kampf gegen illegales Glücksspiel massiv zu intensivieren. Im gleichen Zuge richtete das Ministerium einen eindeutigen Appell an die chinesische Bevölkerung. In diesem warnte das Ministerium vor empfindlichen Strafen und nahm die Bevölkerung aber gleichzeitig auch in die Pflicht, „sich aktiv an der Verfolgung und Eindämmung krimineller Aktivitäten zu beteiligen“.

Besondere Webseite zur Informationssammlung bei illegalem Glücksspiel. Eine „umfassende Berichtsplattform zur Bekämpfung grenzüberschreitender Glücksspiele“ soll von den chinesischen Behörden eingerichtet werden, um Glücksspielern die Möglichkeit zu geben, sich selbst anzeigen zu können. Hintergrund ist dabei das nahezu vollständige Glücksspielverbot in China. Neben Selbstanzeigen erhalten aber auch normale Bürger die Möglichkeit, bei Hinweisen auf illegales Glücksspiel in ihrer Nachbarschaft eine Meldung auf einfachem Wege abzugeben. Führt der Hinweis anschließend zu einer erfolgreichen Ermittlung inklusive Festnahme, steht dem Hinweisgeber eine monetäre Belohnung in Höhe von umgerechnet 6.200 Euro zu.

Die finanziellen Anreize für die Mithilfe aus der Bevölkerung im Kampf gegen illegales Glücksspiel haben sich bereits in den ersten Monaten als effektive Vorgehensweise bewiesen. Das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit machte aber gleich klar, dass es in den nächsten Monaten im Kampf gegen illegales Glücksspiel nicht lockerlassen wird.

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