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Maria Konnikova: von Bestsellerautorin zum Poker-Champion!

Wer den Namen Maria Konnikova noch nicht gehört hat, lebt höchstwahrscheinlich hinter dem Mond oder hat ganz einfach nichts mit Psychologie oder Poker am Hut. Anders wäre es nämlich nicht zu erklären, wie dieser Name an einem vorbeigegangen sein kann. Aktuell ist die russischstämmige junge Frau in aller Munde, denn sie hat es nicht nur in die Bestsellerliste der New York Times geschafft, sondern überzeugt seit zwei Jahren auch auf internationalen Pokerevents.

Anna Konnikova bei Preisübergabe am Mikrofon
Konnikova hat an der Universität Harvard studiert.

Erst Akademikerin, dann erfolgreiche Glücksspielerin

Von einer Person, die an der Elite-Universität Harvard studiert hat, würde man eigentlich nicht erwarten, dass diese Person eine Karriere als Pokerspieler anstrebt. Doch manchmal geschehen auch die unmöglichsten Dinge. Glücksspieler werden dies sicherlich bestätigen können. Dass dies nicht nur eine hohle Phrase ist, beweist aktuell eine 35-jährige Frau aus den USA mit russischen Wurzeln.

Maria Konnikova heißt diese Frau mit Namen, die aus den Poker-Medien derzeit kaum wegzudenken ist – und dies hat natürlich seine Gründe. Eigentlich ist Maria Konnikova Psychologin und Schriftstellerin, die es mit Werken wie Mastermind: How to Think Like Sherlock Holmes oder The Confidence Game: Why We Fall for It … Every Time sogar in die Bestsellerliste der New York Times schaffte.

Der Name Maria Konnikova ist urplötzlich in aller Munde. Wir stellen die russisch-amerikanische Autorin vor, die aktuell die Pokerszene aufmischt.

Doch für eines ihrer neuen schriftstellerischen Werke, das sich The Biggest Bluff nennen soll, wollte Konnikova die Psychologie hinter dem berühmten Bluff erforschen – und lernte zu diesem Zwecke selbst Poker. Nicht einmal zwei Jahre nahm sie Unterricht bei Pokerlegende Erik Seidel. Und anscheinend harmonierte das Duo hervorragend. Während dieser Zeit erspielte Konnikova auf internationalen Pokerturnieren nämlich eine bescheidene Summe von 275.000 US-Dollar, umgerechnet also knapp 245.000 Euro.

Sieg beim PCA: Konnikova verblüfft Pokerwelt

Dass es sich bei Konnikovas Erfolgen eben nicht nur um Zufall oder Glück handelt, stellte die junge Frau eindrucksvoll auf dem National Event des PokerStars Caribbean Adventure (PCA) auf den Bahamas unter Beweis, welches sie im letzten Jahr gewinnen konnte. Doch wie ist es selbst bei professionellem Training möglich, dass eine Anfängerin in nicht einmal zwei Jahren große Pokerturniere gewinnt?

Konnikova selbst kann dies auch nicht wirklich erklären, wobei die 35-Jährige mittlerweile Einblicke in das Geheimnis ihres Spiels gewährt. Zu Anfang sei es lediglich um die Recherche für ihr neues Buch gegangen. Konnikova habe das Zusammenspiel von Glück und individuellen Fertigkeiten untersuchen wollen. Poker, das ein Kartenspiel ist, in welchem sowohl der Zufall wie auch Strategie und Können über Sieg und Niederlage entscheiden, sei dafür der perfekte Untersuchungsgegenstand gewesen.

“Ich habe angefangen Poker zu spielen, als ich für ein Buch recherchierte. Mich interessierten die Themen “Glück” und “Fähigkeiten”. Und: Wie viel in unserem Leben kontrollieren wir selbst? Wie viel nicht? Und können wir das überhaupt unterscheiden? Ich kam zum Poker, weil ich es als Metapher für das Leben sah und damit passend, um diese Themen zu untersuchen.”

Mittlerweile hat sich der als Buchrecherche geplante Ausflug in die Welt des Pokers aber gewissermaßen verselbständigt, denn Konnikova hat sowohl ihre schriftstellerische Tätigkeit wie auch ihre akademische Laufbahn als Psychologin zumindest vorerst aufgeschoben. Stattdessen bereist sie die Welt, um an großen Pokerturnieren teilzunehmen.

Pokern, gewinnen und für das Leben lernen?

Der Umstand, dass Konnikova aktuell eine der am meisten gefeierten Pokerspielerinnen ist, von denen es ohnehin nicht allzu viele bekannte gibt, erscheint umso kurioser, bedenkt man, dass die Akademikerin vor ihrem Training noch nie zuvor mit Poker zu tun hatte. Dass sie in so kurzer Zeit eine echte Leidenschaft für das Kartenspiel entwickelte, überraschte selbst die Psychologin.

“Ich wusste rein gar nichts über Poker, als ich anfing. Ich hatte also keine Ahnung, ob es mir Spaß machen würde. Ich wusste auch nicht, ob ich gut darin sein würde. Ich wusste einfach nicht, was ich da tat. Es stellte sich aber heraus, dass die Antwort auf all diese Fragen ‘Ja’ war. Ich habe eine unglaubliche Leidenschaft für Poker entwickelt. Und ich kam zu dem Schluss, Poker als grundlegendes Werkzeug zu sehen für jeden, der lernen möchte, bessere Entscheidungen zu treffen.”

Letztlich dürfte natürlich auch der monetäre Vorteil eine Rolle gespielt haben, denn nicht viele Menschen werden behaupten können, innerhalb einer nicht einmal zweijährigen Ausbildung einen sechsstelligen Betrag verdient zu haben. Ob Konnikova mit Poker am Ende mehr Geld verdient als mit ihrer Tätigkeit als erfolgreiche Schriftstellerin, wird sich wohl erst in einigen Jahren zeigen. Doch Erfolg in gleich zwei gänzlich verschiedenen Bereichen zu haben, dürfte sich gewiss nicht als Nachteil herausstellen.

Doch Konnikova will mit dem Pokerspiel nicht nur Geld verdienen, sondern sich auch menschlich und charakterlich weiterentwickeln. Poker sei Konnikova zufolge mit vielen Teilen des Lebens vergleichbar. Dort wie hier habe man nur unvollständige Informationen über seine Umwelt zur Verfügung und müsse daraus eben das Beste machen. Wer gut im Poker sein möchte, werde gut mit Ungewissheiten umgehen müssen – ganz genau wie im wahren Leben.

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