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DFL präsentiert App gegen Spielmanipulation

Der Markt der Sportwetten boomt auf der ganzen Welt. Umsatzstarke Märkte locken aber auch immer wieder schwarze Schafe und Betrüger an. Die Wettmafia versucht dabei, die schwächsten Mitglieder des Sportzirkus auf ihre Seite zu ziehen: die jugendlichen Nachwuchsspieler. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) setzt zur Prävention und zur Hilfestellung für betroffene Jungprofis und -amateure nun eine App ein, um etwaigen kriminellen Vorhaben präventiv entgegenzuwirken.

Ein Mann hält ein Smartphone in der Hand.

Mit einer App will die DFL gegen die steigende Anzahl von Wettmanipulationen vorgehen.

Kampf gegen Spielmanipulationen

Der Reiz der Sportwetten ist ungebrochen. Der Markt boomt seit Jahren und ein Ende ist nicht in Sicht. Speziell die erste und zweite Bundesliga in Deutschland erfreuen sich nicht nur bei deutschen Wettern, sondern auch bei glückssuchenden Spielern im Ausland steigender Beliebtheit. Es ist daher nicht verwunderlich, dass allein im Jahr 2017 bei deutschen Fußballspielen rund 40 Milliarden Euro von Buchmachern umgesetzt wurden.

Selbst bei den Junioren werden Millionen generiert. Spiele von A-Junioren verzeichneten einen Gesamtwetteinsatz von 252 Millionen Euro allein im letzten Jahr. Selbst bei den B-Junioren sind es 2017 noch 46 Millionen Euro gewesen. Doch genau hier sieht die Deutsche Fußball Liga eine große Gefahr: namentlich das Risiko von Spielmanipulationen durch die Wettmafia.

Im Kampf gegen Betrug und die Manipulation von deutschen Fußballpartien sollen und werden die Bundesliga-Profispieler sowie vor allem die Nachwuchsspieler aus dem Juniorenbereich stärker sensibilisiert. Schon zum Start der aktuellen Bundesligasaison hatte die DFL eine Schulungsverpflichtung für Lizenzmannschaften eingeführt. Im nächsten Schritt wird nun voraussichtlich in der kommenden Woche eine eigene App für das Smartphone von der DFL veröffentlicht.

Die App ermöglicht es allen Spielern, von den Junioren bis hin zu den Profis aus der Bundesliga, verdächtige Anzeichen oder Hinweise zu Manipulations- und Betrugsversuchen anonym an die DFL weiterleiten zu können. So sollen besonders die jungen Spieler rechtzeitig über die Gefahren, Hintergründe und Kontaktwege der Wettmafia in Kenntnis gesetzt werden.

Prävention kann schließlich nicht früh genug beginnen. Andreas Nagel, DFL-Direktor für Sport und Leistung, sagte dazu, dass man in den bundesweit 36 Leistungszentren ansetzen, die Talente für solche Vorkommnisse sensibilisieren und das Verantwortungsbewusstsein schärfen müsse.

”Egal, wie gut man durch hohe Gehälter und eine hohe Medienpräsenz abgeschirmt ist: Wir haben immer eine Restgefahr.” Carsten Thiel von Herff , unabhängiger Ombudsmann der DFL und des DFB

Nachwuchskicker stehen im Fokus der Aufklärungsarbeit

Die Schulungen wurden in bisher 32 Vereinen durchgeführt. Insgesamt stehen rund 3.000 Juniorenspieler aus den U16- bis U23- Mannschaften der Nachwuchsleistungszentren der Vereine im Fokus der Präventionsarbeit. Laut Nagel sei es dabei von großer Bedeutung, dass man den jungen Spielern verdeutliche, dass sie sich die eigene Karriere durch Aktionen mit Wetten oder Spielmanipulationen zerstören.

Ein Zurück gebe es schließlich anschließend nicht mehr. Sind Spieler einmal mit der Wettmafia in Kontakt gekommen und haben sie gegen die eindeutigen Regeln des DFB verstoßen, nämlich das strikte Verbot von Wetten und Spielmanipulation, ist ihre Karriere vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. Auch Interna aus den Vereinen und Mannschaften wie beispielsweise Aufstellungen oder Verletzungen vor einem Spiel dürfen nicht nach außen getragen werden.

Des Weiteren unterliegen die Spieler einer Meldepflicht, die besagt: Wenn Spieler auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam werden, Hinweise auf eine geplante Manipulation erhalten oder eine konkrete Manipulation entdecken, muss diese umgehend gemeldet werden. Aus Angst vor Konsequenzen und den Folgen, die womöglich auch mit den Verantwortlichen innerhalb einer Mannschaft drohen, gehen DFL und DFB aber davon aus, dass einige, gerade junge Spieler lieber schweigen, anstatt Meldung zu erstatten. Diese kann und soll zukünftig aber ganz einfach und anonym über die neue App der DFL erfolgen.

Von der Neuerung ist die DFL selbst überzeugt und geht derzeit davon aus, mit einer modernen App einen weiteren Schlag gegen die Wettmanipulation und für die Prävention eingeleitet zu haben. Nachwuchstalenten würde es laut DFL so leichter fallen, Auffälligkeiten oder Anwerbeversuche seitens der Wettmafia zu melden. Ob die App wirklich die erhofften Erwartungen erfüllen kann, wird man aber abwarten müssen, zumal unklar ist, wie ausgeprägt die Versuche von Spielmanipulationen im deutschen Fußball tatsächlich sind.

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