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888 Holdings: Lizenz aus Malta als Vorsichtsmaßnahme für den bevorstehenden Brexit

Der Brexit steht bevor und auch die Glücksspielunternehmen haben sich auf den Austritt der Briten aus der EU vorbereitet. 888 Holdings hat sich eine Glücksspiellizenz in Malta gesichert, um eventuellen Risiken durch den Brexit aus dem Weg zu gehen. Weiterhin konnte der Betreiber von Onlineglücksspielen seinen Gewinn im letzten Jahr steigern.

Berge und Hafen von Malta
Malta ist nicht nur für Touristen ein Traum, auch Glücksspielunternehmen zieht es auf die Insel.

Umsatz sinkt, Gewinn steigt

Vor kurzem hat 888 Holdings seine Gewinnzahlen aus dem letzten Geschäftsjahr mitgeteilt, die trotz einiger Probleme für Zufriedenheit sorgten. Im Jahr 2018 konnte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 529,9 Millionen US-Dollar verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies zwar ein Rückgang um zwei Prozent. Allerdings konnte der Glücksspielriese seinen Gewinn vor Steuern um elf Prozent auf 86,7 Millionen US-Dollar steigern.

Das Casino- und das Sportwettengeschäft sind die Zugpferde für das Unternehmen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete 888 Holdings in der Casino-Sparte exklusive Großbritannien. Dort hat ein Umsatzanstieg von 17 Prozent für zufriedene Gesichter gesorgt. Insgesamt hat das Casinogeschäft Glücksspielunternehmen einen Umsatz von 318 Millionen beschert. Auch die Sportwetten florieren. Hier konnte der Umsatz jedoch nur geringfügig von 75 auf 80 Millionen US-Dollar gesteigert werden.

Aufgrund stärkerer Regulierung und höherer Steuern ist in Großbritannien der Gesamtumsatz um 15 Prozent zurückgegangen – trotz steigender Kundenzahlen auch auf der Insel. Das konnte aber ebenso verkraftet werden wie ein starker Umsatzrückgang im Online-Poker. Aufgrund von Marktaustritten in Spanien und Portugal ist der Pokerumsatz um fast 40 Prozent auf nunmehr 49 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 eingebrochen.

Geschäftsführer Itai Pazner beschreibt ebenfalls einen guten Start ins Jahr 2019:

“Die positive Dynamik Ende 2018 hat sich im ersten Quartal 2019 fortgesetzt, wobei der durchschnittliche Tagesumsatz 2019 im Vergleich zum vierten Quartal 2018 um 10 Prozent gestiegen ist, was auf Verbesserungen bei den wichtigsten KPIs zurückzuführen ist.Paul Gauselmann, Vorstandsvorsitzender der Gauselmann Gruppe

Maltesische Lizenz soll Zugang zum EU-Markt sicherstellen

Die ordentlichen Geschäftszahlen bewegen das Management von 888 Holdings selbstverständlich nicht dazu, sich auf die faule Haut zu legen, denn die nächste Aufgabe steht bevor: der Brexit. Um gewappnet zu sein und den Marktzugang zu den EU-Staaten auch nach dem Brexit sicherzustellen, hat sich das Unternehmen eine Lizenz der maltesischen Glücksspielbehörde MGA gesichert.

Gut zu wissen:

Die spanische Regierung befürchtet, dass das Brexit-Abkommen die Herrschaft Großbritanniens über Gibraltar festschreibt. Seit 1713 gehört die Landzunge an der Südküste Spaniens zum britischen Überseegebiet. Allerdings hat Spanien stets gegen die britische Herrschaft protestiert.

Im Rahmen der Brexit-Verhandlungen ist auch die Lage von Gibraltar ein großes Thema. Unklar ist, ob der Status des britischen Überseegebiets erhalten bleibt. Daher ist ebenso unklar, wie in Zukunft die Glücksspiellizenzen von Gibraltar zu bewerten sind – die auch 888 Holdings nutzt. Aufgrund der unsicheren Lage, ob die Lizenzen auch weiterhin innerhalb der EU gültig sind, sah sich das Management zum Handeln gezwungen.

Neben der Vorsichtsmaßnahme der weiteren Lizenz der Malta Gaming Authority wurden zudem Server von 888 Holdings in Irland errichtet. Der Brexit ist somit auch für die Glücksspielbranche ein Risiko und hat zur Folge, dass Geschäftstätigkeiten verlagert werden. Aufgrund der Ziele des Unternehmens, seine Kundenzahl in weiteren europäischen Ländern zu steigern, war dieser Schritt wichtig, um auch nach einem (unregulierten) Brexit die Kunden innerhalb der gesamten EU zu versorgen.

Ausbau des europäischen Marktes und Zugang zu den USA

Darüber hinaus will 888 Holdings in weiteren Ländern wachsen oder Fuß fassen. Besonders interessant sind hier aktuell Portugal und Schweden. Nach dem Ausstieg aus dem portugiesischen Pokermarkt hat sich das Glücksspielunternehmen um eine neue Lizenz bemüht und diese im Januar erhalten. Ebenso wurde Ende 2018 eine schwedische Glücksspiellizenz erteilt. Hier sollen nun Online-Casinos und Sportwetten angeboten werden.

Zusätzlich versucht sich der Anbieter nach der Lockerung des US-amerikanischen Glücksspielgesetzes auch in den USA. Dort hat 888 Holdings bereits mit der Übernahme von AAPN einen ersten Schritt in die Tür gemacht und sich zudem als Sponsor des NFL-Klubs New York Jets platziert.

Diese neuen Märkte sind für das Unternehmen sehr wichtig, da ein weiterer Rückgang im britischen Heimatland nicht unwahrscheinlich ist. Nicht nur die Regulierung könnte zum Problem werden, auch eine rückläufige Wirtschaft, die mit einem Austritt aus der EU höchstwahrscheinlich eintreten wird, könnte künftige Umsätze schmälern.

Wie die Geschäftszahlen aus dem letzten Jahr gezeigt haben, ist der Rückgang in Großbritannien für 888 Holdings zu meistern, wenn in anderen europäischen Ländern das Wachstum zu einem Ausgleich führt. Wie die zukünftige Entwicklung aussehen wird, ist auch von den Brexit-Verhandlungen abhängig. Da hier die Unsicherheit, ob es überhaupt zu einer Einigung kommt, sehr groß ist, ist der Schritt von 888 Holdings nur folgerichtig und nachvollziehbar.

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