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Erste Casino-Resorts in Japan unter strengen Bedingungen

Eine lange Zeit musste die Bevölkerung Japans darauf warten, aber nun hat die japanische Regierung den Weg freigemacht für die erstmalige Legalisierung von landbasierten Casinos. Geplant sind insgesamt drei gigantische Casino-Resorts, die sich vor der großen Konkurrenz aus Las Vegas oder Macau nicht verstecken brauchen. Geplante Ausstattung, Luxus, Angebot und Bettenanzahl wirken beeindruckend.

Eine digitale Illustration eines der geplanten, hochmodernen Casino-Resorts in Japan.
So könnte eines der geplanten, hochmodernen Casino-Resorts in Japan aussehen. © Japan Times.

Legalisierung der Casino-Resorts nur unter strengen Vorgaben

Das Vorhaben ist bemerkenswert, schließlich existieren bisher in Japan keinerlei große landbasierte Casinos. Doch die Regierung Japans hat nun den Weg der Legalisierung frei gemacht. Allerdings nur unter strengen Auflagen. Eine der lukrativen Casino-Lizenzen zu erhalten bedarf der Erfüllung aller Vorgaben. So muss das geplante Casino-Resort neben den Spieltischen und dem Bereich für das Automatenspiel mindestens eine 100.000 Quadratmeter große Fläche für Hotelzimmer beinhalten. Laut der Berechnung verschiedener Experten bedeutet das für die Resorts, dass mindestens 2.000 Hotelzimmer entstehen müssen. Ebenso gehören Konferenzsäle für rund 3.000 Besucher sowie Ausstellungbereiche für Messen und Events mit mindestens 60.000 Quadratmeter zu den strengen Vorgaben.

Ebenso sind die Betreiber der Casino-Resorts dazu verpflichtet, eine große Anzahl an Shopping- und Entertainmentmöglichkeiten sowie ein umfassendes Gastronomieangebot bereitzustellen. So sollen die Resorts nicht als reine Glücksspieltempel, sondern vielmehr als gänzlich umfassendes Unterhaltungsangebot kreiert werden. Eine eigens dafür gegründete Kontrollbehörde wird die Einhaltung der strengen Vorgaben bei der Errichtung des Resorts genauestens kontrollieren. Bis zum eigentlichen Baustart des Megaprojekts ist es allerdings noch eine Weile hin. Die geplante Eröffnung ist auf die Mitte des kommenden Jahrzehnts gelegt. Dafür soll die angebotene Qualität des Resorts dann einzigartig auf der Welt sein.

Großes Interesse im Ausland – kontroverse Meinungen im Inland

Während im Ausland das Megaprojekt auf großes allgemeines Interesse stieß, sind die Meinungen im Inland eher kontrovers. Zwar scheinen Milliardeneinnahmen durch die erwarteten Touristenströme äußerst lukrativ, allerdings ist die Skepsis in der Bevölkerung gegenüber den Gefahren des Glückspiels groß. So ist es nicht verwunderlich, dass mit Osaka, Nagasaki und Wakayama bisher nur drei der insgesamt 47 mit Deutschland vergleichbaren Bundesländer Interesse als möglicher Standort verkündet haben. Die Auswirkungen des Glücksspiels auf die eigene Bevölkerung scheinen weitere Bewerbungen zu lähmen, auch wenn die Erfolgsaussichten äußert rosig sind. Auch die Regierung Japans hat sich dieser Bedenken gewidmet.

Die Regierung Japans hat sich vor der durchgesetzten Legalisierung der landbasierten Casinos allerdings auch eine Menge Gedanken bezüglich des Spielerschutzes gemacht. Die Gefahren, die die Spielsucht mit sich bringt, sollen durch eine Reihe an Maßnahmen eingedämmt werden. So soll beispielsweise ein teures Eintrittsgeld von 55 US-Dollar, das ausschließlich für einheimische gilt, abschreckend wirken. Ebenso ist eine limitierte Besuchszahl im Monat für Japaner im Gespräch. Kontrolliert werden soll dieser Umstand durch eine hochmoderne Gesichtserkennung und Registrierung aller Gäste am Eingang des Casino-Resorts.

Unabhängig davon, wo die Casino-Resorts am Ende stationiert sein werden, soll eine massive Einschränkung der Werbemöglichkeiten das eigene Volk schützen. So dürfen die Casinos laut einer der strengen Auflagen ausschließlich auf dem eigenen Gelände oder in den Transitzonen der Flug- und Seehäfen Werbung für das Resort schalten. Diese Auflage soll vor allem dazu dienen, dass hauptsächlich ausländische, internationale Gäste angesprochen werden sollen. Japans Bevölkerung soll so gut es geht aus dem Bereich hinausgehalten werden.

US-Konzerne befinden sich in der Startposition

Einer der drei möglichen Standorte, nämlich die Region Osaka, scheint die aussichtsreichsten Chancen auf eine baldige Legalisierung für ein gigantisches Casino-Resort zu besitzen. Dafür sprechen einige Zeichen und Handlungen der japanischen Regierung. Ähnlich interpretiert auch Jim Murren, Vorstandsvorsitzender des MGM-Konzerns die Signale bei dem Nachrichtendienst Bloomberg:

“Wir haben uns dazu entschlossen, uns voll und ganz auf Osaka zu konzentrieren, denn wir glauben, dass dort das erste Casino-Resort lizensiert werden wird.”

Sollte der MGM-Konzern den Zuschlag erhalten, seien Investitionen in einer Höhe von rund 8,5 Milliarden US-Dollar realistisch. Allerdings glaube der CEO nicht an eine schnelle Lizenzvergabe, sondern vielmehr an eine Verzögerung der Entscheidung durch die verantwortlichen Behörden bis ins Jahr 2020. Das gäbe allerdings MGM die Möglichkeit, sich noch intensiver und genauer mit der Bewerbung zu befassen.

Der MGM-Konzern ist allerdings nicht der einzige Interessent aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Auch Ceasers, Hard Rock und die Las Vegas Sands-Gruppe haben ihr Interesse vermerkt. Der Besitzer der Las Vegas Sands-Gruppe, der Milliardär Sheldon Adelson, kann sich zudem auf einen prominenten Unterstützer berufen – niemand geringeren als US-Präsident Donald Trump. Der dadurch vorhandene direkte Draht zu Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe dürfte die Chance sicherlich nicht vermindern.

Die offensichtliche Lobby-Arbeit des US-Präsidenten und die Tatsache, dass Sands-Besitzer Adelson zu den größten finanziellen Unterstützer von US-Präsident Donald Trump und den Republikanern gehört, wurde in den USA mit einem medialen Aufschrei begleitet. Andererseits wird die japanische Regierung aller Voraussicht nach mehr als eine Lizenz für ein Casino-Resort verteilen, weswegen auch die anderen Interessenten aus den Vereinigten Staaten sich große Hoffnung machen können. Der Kampf um die lukrativen Lizenzen wird allerdings sicherlich mit harten Bandagen geführt werden.

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