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Online Casino legal in Deutschland: Was der GlüStV 2021 erlaubt, wie die GGL-Lizenz funktioniert und was in den 16 Bundesländern gilt

Online Casino legal Deutschland: Wann ein Anbieter erlaubt ist, welche Pflichten Anbieter haben und was in den 16 Bundesländern und nach § 285 StGB gilt.

Von Peter BrandtGeprüft von Lennart Papke am 23.10.2026: Vorschriften des GlüStV 2021 (§§ 4, 4a bis 4d, 6c, 8, 8a, 9a, 22a, 22c) und § 285 StGB gegen die Gesetzestexte gelesen; Länderzuordnung und Online-Casino-Erlaubnisse gegen den gespeicherten Stand der GGL-Whitelist (02.10.2026) und die GGL-FAQ vom 13.08.2026 abgeglichen.Aktualisiert am

Wie möchten Sie in Online Casino legal in Deutschland einsteigen?

Ihr Lernweg – der Ratgeber steht in jedem Fall darunter
5
Erlaubnisse für Online-Casinospiele (4 in Schleswig-Holstein, 1 in Bayern)
1 €
Höchsteinsatz je Slot-Spin im Regelfall
1.000 €
Einzahlungslimit im Monat, über alle Anbieter
5 s
Mindestdauer je Spiel im Schnitt
6 Monate
Höchststrafe nach § 285 StGB (oder bis zu 180 Tagessätze)

Was regelt der GlüStV 2021 für Online-Glücksspiel?

Der Staatsvertrag ist das Regelwerk, auf dem alles ruht. Die Vorschriften, die für Sie als Spieler zählen, sind überschaubar.

VorschriftInhaltgilt für
§ 4Erlaubnisvorbehalt; Internet nur für bestimmte Produkte; sechs Bedingungen für Online-Erlaubnisse, darunter Altersprüfung, Abgleich mit der Sperrdatei und ein Kreditverbotalle Online-Angebote
§§ 4a bis 4dVoraussetzungen, Verfahren, Erteilung und Pflichten der ErlaubnisinhaberSportwetten, Online-Poker, virtuelle Automatenspiele
§ 6cmonatliches Einzahlungslimit über alle Anbieter, Limitdateialle Online-Angebote
§ 8, § 8aSperrsystem, Abgleich vor dem Spiel, Dauer der Sperrealle Glücksspiele mit Sperrpflicht
§ 22aSpielregeln für Slots: Einsatz, Dauer, Autoplay, Jackpotsvirtuelle Automatenspiele
§ 22cOnline-Casinospiele durch die LänderRoulette, Blackjack, Baccarat online

§ 4a verlangt vom Anbieter unter anderem eine vollständig offengelegte Eigentümerstruktur, Zuverlässigkeit, nachgewiesene Herkunft der Mittel, ausreichende Eigenmittel, einen Sitz in der EU oder im EWR und Schnittstellen, über die alle Spielvorgänge in Echtzeit geprüft werden können. Das ist der Grund, warum eine Erlaubnis kein Siegel ist, das man kauft.

Wer ist zuständig: die GGL oder die Bundesländer?

Beide, je nach Produkt. Die Zuständigkeit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder für Sportwetten, Online-Poker und virtuelle Automatenspiele regelt § 9a GlüStV 2021 in der Fassung, die ab dem 1. Januar 2023 gilt. Seitdem erteilt und überwacht sie diese Erlaubnisse mit Wirkung für alle Länder.

ProduktErlaubnis durchGrundlageIhre Prüfquelle
Virtuelle Automatenspiele (Slots)GGL, bundesweit§§ 4a bis 4d, 9a, 22a GlüStV 2021Whitelist, Glücksspielart „Virtuelle Automatenspiele“
Online-PokerGGL, bundesweit§§ 4a bis 4d, 9aWhitelist, Glücksspielart „Online-Poker“
SportwettenGGL, bundesweit§§ 4a bis 4d, 9aWhitelist, Glücksspielart „Sportwetten“
Online-Casinospiele (Tischspiele)das jeweilige Land§ 22c GlüStV 2021 und LandesrechtWhitelist, Glücksspielart „Online-Casinospiele“

Online-Casinospiele sind davon ausgenommen. Nach § 22c dürfen die Länder sie für ihr Gebiet selbst anbieten oder befristete Konzessionen vergeben, deren Zahl auf die Spielbankkonzessionen vom 17. Januar 2020 begrenzt ist.

Die GGL schreibt dazu selbst, sie erteile keine Erlaubnisse für Online-Casinospiele. Stand 26.05.2025 hatten Schleswig-Holstein und Bayern zusammen fünf Konzessionen vergeben, und die Whitelist zeigt diese fünf heute noch.

Auf der Whitelist erkennen Sie die Zuständigkeit jedes Eintrags an der Zeile „Zuständigkeit“: Dort steht entweder die GGL oder die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes.

Seit wann gilt dieses System?

Der Staatsvertrag ist die Grundlage, die GGL kam stufenweise. Nach ihrer eigenen Historie wurde sie zum 1. Juli 2021 eingerichtet, ohne schon zu arbeiten. In der Übergangsphase bis 2023 kümmerten sich andere Länderbehörden um die Aufgaben, für Online-Poker und virtuelle Automatenspiele das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.

Zum 1. Juli 2022 wurde die Behörde in Halle (Saale) als zentrale Aufsichtsbehörde errichtet und übernahm die Bekämpfung des illegalen Online-Glücksspiels. Seit dem 1. Januar 2023 nimmt sie den Großteil ihrer Aufgaben nach dem GlüStV 2021 wahr. Wer eine GGL-Lizenz mit einem Datum von 2022 sieht, sieht also eine Erlaubnis aus der Übergangszeit.

Warum ist die Whitelist die einzige gültige Quelle?

Weil sie der Ort ist, an dem die Behörde ihre Erlaubnisse veröffentlicht. Die GGL formuliert es so: „Alle legalen Online Casinos in Deutschland sind in der amtlichen Whitelist aufgeführt.“ Jede Zusicherung des Anbieters selbst, ein Gütesiegel oder ein Vergleichsportal steht darunter.

Das gilt auch für diese Seite. Ob ein Online Casino legal in Deutschland ist, entscheidet der Eintrag der Behörde, nicht meine Einschätzung.

Auf der Liste steht pro Eintrag die Glücksspielart, der Inhaber mit Anschrift, die Domain, das erstmalige Erlaubnisdatum, der Vertriebsbereich und die zuständige Stelle. Das Datum interessiert mich besonders, weil die Liste damit auch Ihre Frage beantwortet, wie neu eine Marke ist. Mehr dazu auf der Seite Neue Online Casinos.

Wie prüfen Sie eine GGL-Lizenz in fünf Schritten?

  1. Whitelist der GGL öffnen Rufen Sie die Seite „Übersicht erlaubter Anbieter“ auf: https://www.gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-spielende/uebersicht-erlaubter-anbieter-whitelist
  2. Glücksspielart wählen Für Slots „Virtuelle Automatenspiele“, für Roulette und Blackjack online „Online-Casinospiele“.
  3. Domain und Inhaber abgleichen Die Adresse in Ihrer Browserzeile muss im Eintrag stehen, der Inhaber muss zum Impressum des Anbieters passen.
  4. Zuständigkeit lesen Bei Slots steht die GGL im Eintrag, bei Online-Casinospielen die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes.
  5. Stand der Liste notieren Fehlt der Anbieter, gilt er als nicht erlaubt. „Lizenz beantragt“ ändert daran nichts.

Mehr zu den Warnzeichen unerlaubter Angebote und zur Frage, wohin Sie sich wenden, steht unter Betrug vermeiden.

Was muss ein lizenzierter Slot-Anbieter bieten?

Eine GGL-Lizenz ist nur der Anfang. Wer sie hat, muss die Regeln im Spiel selbst umsetzen. Der Erklärer oben zeigt, wie die Sperrdatei OASIS und die Limitdatei LUGAS vor Spiel und Einzahlung zusammenspielen. Die wichtigsten Pflichten auf einen Blick:

PflichtWertFundstelle
Höchsteinsatz je Spiel1 € im Regelfall§ 22a Abs. 7
Mindestdauer eines Spielsim Schnitt 5 Sekunden§ 22a Abs. 6
Autoplayverboten§ 22a Abs. 4
Jackpotsverboten§ 22a Abs. 8
Mehrere Spiele gleichzeitigverboten, nur ein Slot§ 22a Abs. 10
Auszahlungsquoteim Spiel anzeigen, dort wo der Einsatz getätigt wird§ 22a Abs. 3
Einzahlungslimit1.000 € im Monat, anbieterübergreifend (LUGAS)§ 6c
Abgleich mit Sperrdatei (OASIS)vor dem Spiel§ 8 Abs. 3
Dauer einer Selbstsperremindestens ein Jahr, auf Antrag nicht unter drei Monaten§ 8a Abs. 6

Der Einsatz ist seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr ganz so starr. Nach der GGL-FAQ vom 25.08.2026 dürfen Anbieter befristet bis zum 31.12.2027 bis zu 3 € für Spielende ab 21 Jahren zulassen und über 3 bis 5 € nach 90 Tagen ohne auffälliges Spiel.

Das ist eine Möglichkeit, kein Anspruch. Die Grundregel von 1 € gilt weiter, und die Rechenbeispiele auf unseren Seiten arbeiten damit. Das Einzahlungslimit kann der Anbieter im Einzelfall höher ansetzen, innerhalb der Bedingungen seiner Erlaubnis (§ 6c Abs. 1 Satz 3 GlüStV 2021) und nach Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Nach der GGL-FAQ (Seitenstand 25.08.2026) sind bis zu 10.000 € im Monat möglich, bis zu 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spielenden eines Anbieters. Ein Anbieterwechsel hebt das Limit nicht an.

Was die fünf Sekunden im Alltag heißen: Im Schnitt fünf Sekunden je Spiel ergeben höchstens 720 Spins pro Stunde. Bei 1 € Einsatz sind das bis zu 720 € Umsatz je Stunde, und bei einer Auszahlungsquote von 96 % (ein Beispielwert) im Erwartungswert 28,80 € Verlust. Tempo und Einsatz zusammen bestimmen, wie schnell ein Budget aufgebraucht ist, und beide sind gesetzlich gedeckelt.

Welche Limits kann ich selbst setzen?

Bei der Registrierung legen Sie ein monatliches Einzahlungslimit fest oder bestätigen es. Es darf grundsätzlich 1.000 € im Monat nicht übersteigen und gilt über alle Anbieter. Ohne ein Limit ist keine Teilnahme möglich, und ist es aufgebraucht, werden weitere Einzahlungen abgelehnt (§ 6c Abs. 1 und 6).

Darunter können Sie jederzeit eigene Einsatz-, Einzahlungs- oder Verlustlimits setzen, täglich, wöchentlich oder monatlich. Senken wirkt sofort, Erhöhen erst nach sieben Tagen (Abs. 2 und 3). Der Anbieter darf dafür kein Entgelt verlangen (Abs. 10).

Ihr Limit im Gesetz

1.000 €Obergrenze im Monat, über alle Anbieter zusammen
sofortWirkung einer Senkung Ihres Limits
7 TageWartezeit, bis eine Erhöhung gilt

Was bedeutet eine Sperre im Spielerkonto?

Es gibt zwei Wege in die Sperrdatei. Bei der Selbstsperre beantragen Sie sie selbst, beim Anbieter oder bei der für die Datei zuständigen Stelle. Bei der Fremdsperre trägt der Anbieter Sie ein, wenn er aufgrund von Beobachtungen, Meldungen Dritter oder anderen Anhaltspunkten von Spielsucht, Überschuldung oder unverhältnismäßigen Einsätzen ausgehen muss (§ 8a Abs. 1 bis 3). Vorher muss er Ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme geben.

Die Sperre dauert mindestens ein Jahr. Wer einen kürzeren Zeitraum beantragt, bekommt ihn, aber nicht unter drei Monaten. Während der Sperre dürfen Sie nicht teilnehmen, und nach ihrem Ende dürfen Anbieter Ihnen keine Boni gewähren (§ 8 Abs. 2 und 4). Tipps, eine Sperre zu umgehen, gibt es hier nicht.

Was passiert, wenn ein lizenzierter Anbieter gegen Regeln verstößt?

Die Behörde kann nach § 4d Abs. 4 eine Frist zur Erfüllung der Pflichten setzen. Hält der Anbieter sie nicht ein, kann sie je nach Schwere öffentlich abmahnen, die Erlaubnis für drei Monate aussetzen, ihre Laufzeit um ein Viertel kürzen oder sie widerrufen. Dasselbe gilt, wenn der Inhaber oder ein verbundenes Unternehmen unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet.

Für Sie heißt das: Eine Erlaubnis ist kein Dauerzustand. Deshalb steht auf der Whitelist ein Aktualisierungsdatum, und deshalb prüfe ich dort vor jeder Aktualisierung unserer Seiten neu.

Was zeigt die Bundesländer-Karte?

Die Karte oben ordnet jedem der 16 Länder die zuständige Stelle zu. Die Tabelle erklärt dieselben Zeilen. Sie nennt nur, was die Whitelist (Stand 02.10.2026) hergibt: welche Spielbanken sie führt und ob das Land Erlaubnisse für Online-Casinospiele erteilt hat.

LandSpielbanken laut WhitelistOnline-Casinospiele laut WhitelistHinweis
Baden-WürttembergBaden-Württembergische Spielbanken (Baden-Baden, Stuttgart, Konstanz)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
BayernStaatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (neun Standorte, u. a. Bad Reichenhall, Garmisch-Partenkirchen, Lindau)1 Erlaubnis: Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung, erstmals 15.01.2024Vertriebsgebiet Bayern, Aufsicht durch die Landesbehörde
BerlinSpielbank Berlin (vier Standorte)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
BrandenburgBrandenburgische Spielbanken (Potsdam, Cottbus)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
BremenBremer Spielcasino (Bremen, Bremerhaven)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
HamburgSpielbank Hamburg Jahr + Achterfeld (vier Standorte)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
HessenSpielbank Wiesbaden, François-Blanc-Spielbank (Bad Homburg), Kurhessische Spielbank (Kassel, Bad Wildungen)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
Mecklenburg-VorpommernSpielbanken MV (Neubrandenburg, Rostock, Schwerin, Stralsund)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
NiedersachsenSpielbanken Niedersachsen (zehn Standorte)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
Nordrhein-WestfalenMerkur Spielbanken NRW (Aachen, Bad Oeynhausen, Duisburg, Hohensyburg, Monheim)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
Rheinland-PfalzSpielbank Mainz (Bad Ems, Mainz, Trier), Spielbank Bad Neuenahr (Bad Dürkheim, Bad Neuenahr, Nürburgring)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
SaarlandSaarland-Spielbank (fünf Orte)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
SachsenSächsische Spielbanken (Chemnitz, Dresden, Leipzig)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
Sachsen-AnhaltMerkur Spielbanken Sachsen-Anhalt (Leuna-Günthersdorf, Magdeburg, Halle)kein Eintragkeine abweichende Regel bekannt
Schleswig-HolsteinSpielbanken Flensburg, Kiel, Lübeck und Schenefeld4 Erlaubnisse: Merkur Bets Malta Limited, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net Limited, Tipico Karlsruhe LimitedVertriebsgebiet Schleswig-Holstein, Aufsicht durch die Landesbehörde
Thüringenkeine Spielbank auf der Whitelistkein Eintragkeine abweichende Regel bekannt

Zwei Zeilen tragen die Last. Schleswig-Holstein und Bayern sind die einzigen Länder, in denen die Whitelist Online-Casinospiele führt. Was das Land im Norden mit seinen Erlaubnissen anders macht, beschreibt die Seite Schleswig-Holstein.

In den anderen vierzehn Ländern steht auf der Liste ein Eintrag für Spielbanken, aber keiner für Online-Casinospiele. Thüringen ist das einzige Land ohne Spielbank-Eintrag. Für Spielende dort ändert das bei Online-Slots nichts, denn deren Erlaubnis kommt von der GGL und gilt bundesweit.

Die Spielbank-Einträge heißen in der Liste „Casinospiele in Spielbanken“ und stehen unter der Aufsicht der jeweiligen Landesbehörde. Für Slots im Internet ändert das nichts: Die Erlaubnis der GGL für virtuelle Automatenspiele ist als „länderübergreifend“ eingetragen und gilt in allen 16 Ländern gleich. Eine Landesgrenze verschiebt weder das Einsatzlimit noch die Sperrdatei.

Darf man Roulette und Blackjack online in Deutschland spielen?

Nur dort, wo ein Land es erlaubt hat. Die Länder dürfen nach § 22c Online-Casinospiele nur für ihr eigenes Gebiet zulassen, und eine Konzession muss widerrufen werden, wenn der Inhaber diese Beschränkung nicht einhält. Eine Konzession aus Schleswig-Holstein gilt also für Schleswig-Holstein. Das Vertriebsgebiet steht im Whitelist-Eintrag, und wie ein Land seine Konzessionen vergibt, regelt es nach § 22c Abs. 5 in eigenen Vorschriften.

Das Slot-Angebot der GGL-Anbieter kann Tischspiele nicht ersetzen. § 22a Abs. 2 verbietet virtuelle Automatenspiele, die Roulette, Blackjack oder Baccarat nachbilden, und § 22c Abs. 4 untersagt die Live-Übertragung von Automatenspielen aus Spielbanken ins Netz. Auf unseren Lernseiten zu Roulette, Blackjack und Baccarat geht es deshalb um das Spiel, nicht um ein Angebot.

Was ist illegal, und was droht Spielenden?

Illegal ist jedes Glücksspielangebot im Internet, das nicht auf der Whitelist steht. Das schreibt die GGL so, und das folgt aus § 4 Abs. 1 und 4.

Auch eine Lizenz aus einem anderen EU-Staat ändert daran nichts: § 4a verlangt zwar einen Sitz in der EU oder im EWR, aber zusätzlich die deutsche Erlaubnis. Viele Inhaber auf der Whitelist sitzen auf Malta und haben beides.

Namen unerlaubter Anbieter nenne ich nicht, eine Erwähnung wäre mehr Werbung als Aufklärung.

Für Sie als Spielerin oder Spieler ist die Rechtsgrundlage § 285 StGB. Die Vorschrift beginnt mit den Worten „Wer sich an einem öffentlichen Glücksspiel (§ 284) beteiligt“ und sieht Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen vor. Die GGL bestätigt in ihrer FAQ vom 19.11.2025, dass die Teilnahme strafbar ist, gleich ob es um Sportwetten oder virtuelle Automatenspiele geht.

Wenn Sie bei einem unerlaubten Angebot gespielt haben, rät die GGL zu vier Schritten:

  1. Konto löschen Lassen Sie das Spielerkonto löschen.
  2. Nicht reagieren Antworten Sie nicht auf Werbung oder Kontaktversuche des Anbieters.
  3. Hinweis an die GGL Melden Sie den Anbieter über das Kontaktformular, auf Wunsch anonym.
  4. Geldfragen klären lassen Für Rückforderungen und Auszahlungen ist ein Anwalt zuständig, nicht die GGL.

Wissen prüfen

Woran erkennen Sie am sichersten, ob ein Online Casino legal ist?

Wer darf Online-Roulette in Deutschland erlauben?

Welcher Strafrahmen steht in § 285 StGB für die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel?

Welche dieser Funktionen ist bei einem lizenzierten Slot verboten?

0 von 4 Fragen beantwortet

FAQ – häufige Fragen

Wie hoch ist die Strafe für illegales Glücksspiel?

Für die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel sieht § 285 StGB Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen vor. Das nennt auch die GGL. Dies ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragen Sie einen Anwalt.

Woran erkenne ich eine legale Online-Spielothek in Deutschland?

Sie steht mit Domain, Inhaber und Anschrift auf der Whitelist der GGL. Nach der GGL sind alle legalen Online Casinos dort aufgeführt. Ein Siegel, eine EU-Lizenz oder der Satz „Lizenz beantragt“ ersetzt den Eintrag nicht.

Welche Rolle spielt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL)?

Sie erteilt und überwacht bundesweit die Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Sportwetten (§ 9a GlüStV 2021) und führt die Whitelist. Online-Casinospiele wie Roulette und Blackjack erlaubt sie nicht, das ist Sache der Länder.

Was genau ist die OASIS-Spielersperrdatei und wie funktioniert sie?

Sie ist das zentrale Sperrsystem aller Länder (§ 8 GlüStV 2021). Anbieter müssen Ihre Identität prüfen und Sie vor dem Spiel mit der Datei abgleichen. Eine Selbstsperre dauert mindestens ein Jahr, auf Antrag kürzer, aber nicht unter drei Monaten (§ 8a Abs. 6).

Was sind die wichtigsten Kriterien beim Vergleich von lizenzierten Anbietern?

Erlaubnis auf der Whitelist, Mindesteinzahlung, Bonusbedingungen mit Umsatzfaktor und Frist, Zahlungswege, Limits und Spielerschutz. Die Kriterien im Einzelnen stehen unter „So bewerten wir“.

Welche Arten von virtuellen Automatenspielen sind in Deutschland erlaubt?

Slots, die nach § 22a GlüStV 2021 mit höchstens 1 € Einsatz je Spiel im Regelfall laufen, im Schnitt mindestens fünf Sekunden dauern, kein Autoplay und keinen Jackpot haben. Virtuelle Nachbildungen von Roulette, Blackjack oder Baccarat als Automatenspiel sind verboten (Abs. 2).

Worin unterscheiden sich die Bonusangebote bei deutschen Online-Spielotheken?

In Prozentsatz, Höchstbetrag, Freispielen, Umsatzfaktor (in unserer Tabelle 20-fach bis 50-fach) und Frist (3 bis 60 Tage). Die Übersicht mit Stand je Anbieter steht unter „Bonus bei kleiner Einzahlung“.

Welche Zahlungsmethoden kann ich für Ein- und Auszahlungen legal nutzen?

Üblich sind PayPal, Klarna, Sofortüberweisung, Paysafecard und Banküberweisung. Das Gesetz verbietet Anbietern, Spielern Darlehen zu gewähren (§ 4 Abs. 5 Nr. 2 GlüStV 2021); ein Kartenverbot enthält es nicht. Dieser Vergleich nimmt Kreditkarten und Kryptowährungen nach den eigenen Vorgaben nicht auf.

Quellen

Behörde

Wer hier schreibt und prüft

Peter BrandtAutor und Herausgeber

Bauingenieur aus Hannover. Schreibt seit 2014 über Spielotheken und prüft Anbieter so, wie er Bauwerke prüft: mit Messung statt Meinung. Seine Testkonten mit 10 € Einzahlung führt er im Kassenbuch im Magazin; bis dort die ersten Monate stehen, tragen die Wertungen den Vermerk „vorläufig“.

Lennart PapkeFaktenprüfung

Liest jede Zahl gegen Whitelist, Gesetz und Anbieterseite.