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Casino im US-Bundesstaat New York droht Pleite

Droht demnächst einem großen US-Casino die Pleite? Wie kürzlich in den US-Medien zu lesen war, steht das in New York gelegene Resorts World Catskills kurz vor dem Bankrott, obwohl das Mammut-Projekt erst im Februar 2018 abgeschlossen wurde. Bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres war ein Minus von 73 Mio. US-Dollar zu verzeichnen. Aktuell spricht Empire Resorts, der Projekteigner, von kumulierten Schulden in Höhe von fast 1 Mrd. US-Dollar. Wie geht es nun aber weiter?

Das Resorts World Catskills im US-Bundesstaat New York von außen.
Das größte Casino des US-Bundesstaats New York steht nach nicht einmal zwei Jahren Betrieb bereits vor dem Aus. (©Bildquelle)

Analysten scheinen Recht zu behalten

Glücksspiel nimmt in den USA und speziell an der Ostküste des Landes einen hohen Stellenwert ein. Dies zeigt sich allein in der Tatsache, dass im US-Bundesstaat New York insgesamt neun riesige Casinos beheimatet sind, darunter unter anderen fünf Spielbanken, die von US-amerikanischen Ureinwohnern betrieben werden, die sogenannten Indianer-Casinos. Doch allmählich droht die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte ein rasches Ende zu finden.

Lange Zeit gab es einen regelrechten Casino-Boom in New York. Neben den klassischen Casinos wurden auch „Racinos“ sprichwörtlich aus dem Boden gestampft. Hierbei handelt es sich um Casinos, die zugleich Pferderennen auf einer eigenen Pferderennbahn anbieten. In den USA sind Pferderennen ähnlich wie in Großbritannien noch immer äußert beliebt und gelten gerade unter gutbetuchten Personenkreisen als Ort eines sozialen Get-together. Für einen längeren Zeitraum wurden Glücksspielprojekte auch vom demokratischen Gouverneur Andrew Cuomo finanziell gefördert. Letztlich versprachen sich Politik und Wirtschaft nicht nur Steuereinnahmen und Umsatzsteigerungen, sondern auch die Schaffung jeder Menge neuer Arbeitsplätze von den Casinoneubauten. Bis heute war dieses Vorhaben auch in der Realität von Erfolg gekrönt, wie Cuomo in einem Radio-Interview bestätigte.

“Wir haben die Casinos in Upstate New York nicht genehmigt, weil es die beste Industrie der Welt ist, sondern weil die Wirtschaft in Upstate New York seit Jahrzehnten leidet. Die Casinos haben Tausende und Abertausende von Jobs in den Norden New Yorks gebracht und Milliarden von Dollar investiert.“

Doch die schier endlose Zahl neuer Casino-Projekte wurde mit der Zeit gerade von Wirtschaftsfachleuten kritisch gesehen, eine Übersättigung des Marktes wurde bereits vor einigen Monaten vorausgesagt. Nun scheint sich diese Prognose zu bewahrheiten. Denn mit dem Resorts World Catskills droht nun dem ersten der relativ jungen Wunder-Casinos in New York das Aus.

Naht Hilfe aus Fernost?

Monatliche Verluste in zweistelliger Millionenhöhe und bereits jetzt kumulierte Schulden, die an der Milliarden-Dollar-Grenze kratzen – damit muss sich der Casino-Betreiber aktuell auseinandersetzen. Klar ist, dass es ohne fremde finanzielle Unterstützung nicht mehr lange für das New Yorker Casino weitergehen wird. Dies würde allerdings nicht nur für den Casino-Betreiber Schlechtes bedeuten, sondern auch für die Angestellten der US-Spielbank – und wohl auch für die Politik, die für die mahnenden Worte der Wirtschaftsexperten bislang kein Ohr hatte. Dass bei derartig hohen Schulden aber der Bundesstaat für finanzielle Hilfe sorgt, ist derzeit eher nicht zu erwarten, da ein Eklat sicherlich die Folge wäre, wenn Steuergelder zur Rettung eines Casinos genutzt würden. Hilfe muss von anderer Stelle kommen, und aktuell sieht es ganz danach aus, als würde tatsächlich jemand den finanziellen Rettungsanker auswerfen.

“Empire Resorts, Inc. (das “Unternehmen” oder “Empire”) befindet sich an einem kritischen Punkt. Trotz wiederholter Liquiditätszuführungen von Kreditgebern und Anteilseignern musste das Unternehmen Jahr für Jahr erhebliche finanzielle Verluste hinnehmen, konnte sich durch die Einnahmen aus seiner Geschäftstätigkeit nicht finanziell selbst tragen und scheint keine vernünftigen Aussichten zu haben, in der Zukunft finanziell selbstständig zu werden.“

Das Resorts World Catskills ist mehrheitlich nämlich im Besitz der Unternehmensgruppe Kein Huat Realty, die aus Asien stammt. Ganz ohne Kampf möchten sich die asiatischen Stakeholder allem Anschein nach nicht aus dem US-amerikanischen Glücksspielmarkt zurückziehen. Doch die Gründe für das Scheitern des Casinos sind komplex und eine Rettungsaktion dürfte wohl nur infragekommen, wenn die Faktoren für das wirtschaftliche Aus des Casinos nachhaltig beseitigt werden können.

Die Mehrfachfaktoren hinter dem wirtschaftlichen Scheitern der Casinos:

Neben der hohen Konkurrenz und der daraus resultierenden Übersättigung des Marktes soll auch falsches Management für den drohenden Bankrott des Casinos verantwortlich sein. Zudem ist der Wettbewerb nicht nur in New York hoch. Insbesondere die Casinos und Glücksspielangebote in der Umgebung wie New Jersey oder Connecticut scheinen attraktiver zu sein als die Destination im abgelegenen nördlichen Teil von New York.

Ganz aktuell hat überraschenderweise der Investor Genting Malaysia Berhard seine Bereitschaft signalisiert, entsprechende Gelder locker zu machen, um das Resorts World Catskills doch noch zu retten. Sollte es soweit kommen, ist allerdings davon auszugehen, dass das Casino gänzlich umstrukturiert wird. Insbesondere auf dem mobilen Sportwettenmarkt würden sich die Investoren und neuen Anteilseigner engagieren wollen, wie kürzlich bekannt wurde. Inwiefern der aktuelle Besitzer für diesen Schritt aber offen ist, bleibt abzuwarten.

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