besteonlinecasinos.co

China mit philippinischen Glücksspielanbietern im Konflikt

Überraschend deutlich hat die Volksrepublik China Kritik an Glücksspielunternehmen und -anbietern geäußert, die auf den Philippinen ansässig sind. Laut einem Statement der chinesischen Botschaft würden die Glücksspielanbieter mit ihrer Werbung direkt auf chinesische Staatsbürger abzielen und diese nicht ausreichend schützen. Und das obwohl in China Glücksspiel ausdrücklich verboten ist. Seit der Entwicklung der Philippinen zu einem wahren Glücksspielparadies ist der Inselstaat der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge.

Innenansicht des Casinos in Manila auf den Philippinen.
Das Casino in Manila auf den Philippinen ist bei chinesischen Staatsbürgern sehr beliebt. (©Bildquelle)

Offizielles Statement der chinesischen Botschaft

Mit klaren und eindeutigen Worten hat die chinesische Regierung kürzlich seinem Ärger über das Verhalten einiger Glücksspielunternehmen und -anbieter Luft gemacht, die auf den Philippinen ansässig sind. In einem offiziellen Statement der chinesischen Regierung, welches von der chinesischen Botschaft in der Hauptstadt Manila auf den Philippinen veröffentlicht wurde, wurde die Vorgehensweise von Online-Casinos sowie landbasierten Casinos kritisiert, die chinesische Beschäftigte nicht ausreichend schützen, sondern stattdessen vor allem wohlhabende Chinesen für High-Roller-Spiele anwerben würden – und das obwohl in China Glücksspiel ausdrücklich verboten ist. Im Statement heißt es dazu:

“Die Tatsache, dass philippinische Casinos und andere illegale Glücksspielformen auf chinesische Kunden abzielen, hat Chinas Interessen massiv betroffen.“

Die deutliche Kritik seitens Chinas verdeutlicht, wie sehr die Philippinen, seitdem sich der Inselstaat zu einem wahren Spielparadies entwickelt hat, der Volksrepublik ein Dorn im Auge ist. Speziell Online-Casinos sind neben den Angeboten von landbasierten Spielbanken und Sportwettenanbietern eine Gefahr für die chinesische Bevölkerung. Besonders, da sich die meisten Online-Casinos in chinesischer Hand befinden und nur über die Philippinen angemeldet sind. Allein in den letzten drei Jahren gab es knapp 60 neue philippinische Glücksspiellizenzen für Online-Casinos.

Via Smartphone: Glücksspielangebote für High Roller

So steht der Vorwurf seitens der chinesischen Regierung gegenüber den Glücksspielanbietern im Raum, dass diese über verschiedene Wege, beispielsweise online oder per Telefon, Chinesen zum Glücksspiel locken. China versucht mit Netzsperren und einem strengen Glücksspielverbot zwar dagegen vorzugehen, die staatlichen Blockaden wurden aber an vielen Stellen durchbrochen. Dies geschieht beispielsweise über Smartphones, durch die die Spieler bei philippinischen Sportwettenanbietern Geld setzen und die Sportereignisse im Live-Stream verfolgen können.

Ebenso zielen die Lockangebote auf wohlhabende Chinesen ab, die per eigenen Live-Dealern über das Smartphone im sogenannten High-Roller-Bereich um hohe Summen spielen können. Dieser Bereich ist für die Glücksspielanbieter besonders lukrativ, weswegen dieser Bereich auch nach Schätzungen der chinesischen Behörden für über 40 Prozent des eine Milliarde US-Dollar schweren VIP-Marktes ausmacht. Die umgesetzten Milliarden werden dann im Ausland für kriminelle Aktivitäten wie Geldwäsche eingesetzt.

Chinesische Angestellte gefährdet?

Nach Schätzungen chinesischer Behörden sind rund 100.000 chinesische Staatsbürger bei den philippinischen Glücksspielunternehmen beschäftigt. Sie werden vor allem für den direkten Kontakt mit potenziellen chinesischen Spielkunden eingesetzt. China äußerte Befürchtungen, dass die chinesischen Angestellten in kriminelle Handlungen und Aktivitäten der zwielichtigen Glücksspielanbieter hineingezogen werden könnten. Im Statement der chinesischen Botschaft heißt es unter anderem:

“Von der philippinischen Glücksspielindustrie wurde eine große Anzahl chinesischer Bürger illegal angeworben.“

So wird immer wieder in Interviews und Reportagen darüber berichtet, dass den chinesischen Angestellten die Pässe entzogen und sie zu unterbezahlter, harter Arbeit an sechs Tagen die Woche gezwungen wurden. Laut der chinesischen Botschaften seien diese Machenschaften vergleichbar mit „moderner Sklaverei“. Ebenso ließ China eine klare Drohung verlauten. Sollten die illegalen Machenschaften der Glücksspielunternehmen nicht umgehend eingestellt werden, würden diese durch die Volksrepublik China massiv bestraft werden. Die philippinischen Behörden reagierten bereits in jüngster Vergangenheit und setzen eine spezielle Einheit von Steuerfahndern auf die zwielichtigen Unternehmen an, die unter anderem im Verdacht stehen, hohe Millionenbeträge am Finanzamt vorbeigeführt zu haben. Ob dieser Schritt den chinesischen Behörden aber angesichts des eindeutigen Statements allerdings ausreicht, bleibt mehr als fraglich.

zum Seitenanfang