Am 13. März 2025 fand im Café Moskau in Berlin der DAW-Kongress statt, der von Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Behörden Spiegel organisiert wurde. Die Veranstaltung thematisierte aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Glücksspielbereich, insbesondere im gewerblichen Automatenspiel.

- Forderung nach schärferen Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel.
- Vielfältiges Programm mit Diskussionen zu zentralen Themen der Branche.
- Breites Interesse von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Effektive Maßnahmen gegen illegales Glücksspiel
Der Kongress begann mit einem Foyer Gespräch, in dem Hans-Joachim Karopka vom Rheingold Institut über die psychologischen Aspekte des Spielens sprach. Am Vormittag folgten Eröffnungsansprachen von Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes der DAW, und Boris Rhein, Hessischer Ministerpräsident. Eine der Kernforderungen des Kongresses war die Notwendigkeit, die Rahmenbedingungen zur Bekämpfung des illegalen Glücksspiels zu verschärfen.
Ronald Benter, Vorstand der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), betonte in einer Podiumsdiskussion die Bedeutung eines umfassenden Ansatzes zur Eindämmung illegaler Online-Glücksspielangebote. Er hob hervor, dass bestehende Instrumente weiterentwickelt werden müssen, um den Herausforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.
Studien verdeutlichen, dass die Problematik nicht nur national, sondern auch auf europäischer Ebene eine Herausforderung darstellt. Die EU ist fast machtlos gegen illegales Online Glücksspiel, wegen verschleierter Strukturen und Briefkastenfirmen.
Entwicklung des Automatenspiels: Legal vs. Illegal
Eine zentrale Podiumsdiskussion widmete sich der Entwicklung des gewerblichen Automatenspiels und beleuchtete die Unterschiede zwischen legalen und illegalen Praktiken. Prof. Dr. Ralf Peter Anders und Prof. Dr. Justus Haucap diskutierten mit Branchenvertretern über die rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen des Automatenspiels.
„Um den legalen Markt zu stärken, ist es entscheidend, dass wir klare und einheitliche Rahmenbedingungen schaffen, die den Schutz der Spielenden gewährleisten.“ – Ronald Benter, Vorstand GGL
Balance zwischen Marktattraktivität und Spielerschutz
Ronald Benter erläuterte, dass eine Balance zwischen attraktiven Rahmenbedingungen für den regulierten Markt, mit legalen Online Glücksspielanbietern und einem wirksamen Spieler- und Jugendschutz unerlässlich sei. Die GGL setzt sich dafür ein, dass auch große Anbieter die rechtlichen Vorgaben einhalten.
Ein weiterer Programmpunkt war die Diskussion über legales Spiel in Städten und Gemeinden, moderiert von Johanna Bergstein. Die Teilnehmer sprachen über die Rolle der Kommunen bei der Regulierung und Überwachung von Glücksspielangeboten.
Herausforderungen in der Glücksspielregulierung
Im weiteren Verlauf des Tages wurden in parallel stattfindenden Podiumsdiskussionen Themen wie die Steuerung von Glücksspielorten, Trends in der Freizeitwirtschaft und der Fachkräftemangel in der Branche behandelt. Die Diskussionsteilnehmer betonten die Notwendigkeit, fortschrittliche Ansätze zu entwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu verstärken.
Besonderes Augenmerk lag auf der Frage, wie Regulierung erfolgreich gestaltet werden kann. Die Diskussion auf der Hauptbühne brachte Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammen, um über die Umsetzung und Effektivität bestehender Regulierungsmaßnahmen zu debattieren.
Langfristiger Prozess im Kampf gegen illegales Glücksspiel
Der Kongress endete mit einem Resümee von Georg Stecker, dem Sprecher des Vorstandes, der die Bedeutung des DAW-Kongresses als Plattform für den Austausch zwischen den verschiedenen Interessensgruppen hervorhob. Er betonte, dass der Kampf gegen illegales Glücksspiel ein langfristiger Prozess sei, der effektive Vollzugsinstrumente und klare gesetzliche Rahmenbedingungen erfordert.
Der DAW-Frühlingsempfang bot den Teilnehmern schließlich die Gelegenheit, die Diskussionen des Tages in informeller Atmosphäre fortzusetzen und Netzwerke zu pflegen.
Breites Interesse am DAW-Kongress
Der Kongress stieß auf großes Interesse bei Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Diese Vielfalt an Teilnehmern unterstrich die Relevanz der behandelten Themen und die Bedeutung eines konstruktiven Dialogs für die Zukunft der Glücksspielbranche.
Mit einem umfangreichen Programm und hochkarätigen Referenten bot der DAW-Kongress 2025 eine Gelegenheit, sich über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Glücksspielsektor auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.


