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Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2019 für 888 Holdings eher mittelmäßig

Die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2019 des Glücksspielanbieters 888 Holdings sind kürzlich vom Konzern veröffentlicht worden. Die Zahlen bestätigen, worüber zuvor schon spekuliert wurde: Das Ergebnis ist mittelmäßig. Zwar konnte der Gesamtumsatz um zwei Prozent auf 277 Millionen US-Dollar im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres gesteigert werden, das grundsätzlich positive Ergebnis wird aber nicht von allen Geschäftsbereichen getragen. So verzeichnet der Geschäftszweig Online-Poker einen deutlichen Einbruch und sank um knapp einen Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommt die schwebende Gefahr des Brexits.

Das Firmenlogo von 888 Holdings unter einer Lupe.
Die Geschäftszahlen des ersten Halbjahres 2019 könnten für 888 Holdings besser sein. (©Bildquelle)

Gesunkene Umsatzzahlen im Bereich Online-Poker

Glücksspiel im Internet ist eine boomende Branche. Nahezu in allen Bereichen wie Online-Sportwetten, Online-Lotto oder Online-Casino schreiben Glücksspielanbieter positive Zahlen. Anders verhält es sich beim ehemaligen Zugpferd: dem Online-Poker. Der ganz große Boom scheint in diesem Bereich vorbei zu sein. Während Live-Turniere immer wieder mit neuen Rekorden bei der Teilnehmerzahl glänzen, ist die Entwicklung im Internet teilweise gegenläufig. Dies ist auch mit der enorm angewachsenen Anzahl von Online-Pokeranbietern zu begründen. Auch die 888 Holdings schreibt in diesem Geschäftsbereich ähnlich wie viele Mitkonkurrenten rote Zahlen. Der Umsatzeinbruch ist allerdings gewaltig. So verzeichnete die Marke „888poker“, der Online-Poker-Bereich des Glücksspielunternehmens, einen Rückgang der Umsatzzahlen im ersten Halbjahr 2019 von 24 Prozent. Das sind 23,1 Millionen US-Dollar weniger als in der ersten Jahreshälfte 2018. Laut dem veröffentlichten Geschäftsbericht sind vor allem die Marktgegebenheiten durch eine steigenden Konkurrenzkampf sowie gesetzliche Hürden in einzelnen Ländern für den Rückgang verantwortlich. Hierzu heißt es:

“Die Poker-Erlöse der Gruppe wurden unter anderem durch das verstärkte Marketing der Mit-Wettbewerber sowie die einseitige Rücknahme bestimmter Zahlungsdienstleister und das Provider- und ISP-Blocking in mehreren nicht regulierten Märkten beeinflusst.“

Immerhin konnte auf dem Online-Glücksspielmarkt in Italien ein positives Ergebnis der 888 Holdings erzielt werden. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 stieg der Umsatz um satte 38 Prozent an. Die zweite Jahreshälfte in 2019 steht nun aber vor allem im Zeichen Portugals. Auf der iberischen Halbinsel hatte 888 Holdings erst im Juli einen 888poker-Bereich gelauncht. 888 Holdings spekuliert hier auf ein enormes Wachstumspotenzial, da es dem in in Israel gegründete Glücksspielgiganten Übereinkunft mit den landesspezifischen Regularien gelungen ist, den portugiesischen mit dem spanischen Online-Pokermarkt zu verbinden. So können Spieler aus beiden Ländern problemlos miteinander spielen. Die Kombination der beiden Märkte erhöht die Liquidität und soll das Wachstum entscheidend voranbringen.

Positive Zahlen im Bereich Sportwetten, Casino und Bingo

Zwar schreibt der Bereich Online-Poker negative Zahlen, dennoch fällt das Gesamtergebnis des ersten Halbjahres 2019 positiv aus. Dies liegt vor allem in den Entwicklungen in den Bereichen Sportwetten, Casino und Bingo begründet. So konnte durch den im März 2019 abgewickelten Kauf der bekannten Bingo-Marke „Costa Bingo“ die Einnahmen im Bingo-bereich um 17 Prozent auf insgesamt 19,5 Millionen US-Dollar gesteigert werden. 888 Holdings hatte für den Kauf insgesamt 18 Millionen britische Pfund an den Vorbesitzer, die JPJ Group, bezahlt. Neben positiven Zahlen beim Bingo konnte auch das Segment Online-Casino überzeugen. Hier stiegen die Einnahmen der 888 Holdings im Vergleich zum 1. Halbjahr 2018 um neun Prozent auf 175,4 Millionen US-Dollar. Durch das umfassende Angebot bei den virtuellen Spielautomaten und Live-Tischspielen konnte zudem insgesamt 49 Prozent mehr Neukunden generiert werden. Auch im Bereich Sportwetten konnte im Vergleich zur ersten Hälfte des Vorjahres die Zahl der Erst-Einzahler von „888sport“ um 13 Prozent gesteigert werden. Dadurch stieg der Gesamtumsatz in diesem Sektor von 37,5 Millionen US-Dollar auf 44,5 Millionen US-Dollar an.

Britischer Markt am stärksten – doch der Brexit droht

Die Zahlen des aktuellen Geschäftsberichtes aus dem ersten Halbjahr 2019 verdeutlichen vor allem die Abhängigkeit von global agierenden Unternehmen von Regulierungen regionaler Märkte. Zwar wurden rote Zahlen in einigen Teilen Europas, Afrikas oder auch Nord- und Südamerikas geschrieben, dennoch konnten die Gesamteinnahmen der 888 Holdings um zwei Prozent leicht gesteigert werden. Hauptverantwortlich für die positive Gesamtentwicklung ist der britische Glücksspielmarkt, der mit Gesamteinnahmen von 97,6 Millionen US-Dollar für 35,2 Prozent der Unternehmenseinnahmen von 888 Holdings verantwortlich ist. Vor allem die Segmente Online-Sportwetten sowie Online-Casino sind im Vereinigten Königreich besonders erfolgreich. Hier gab es jeweils einen Anstieg um mehr als 50 Prozent. Sollten sich zudem in der zweiten Jahreshälfte die Zahlen aus dem Bereich Online-Poker wieder stabilisieren, könnte das Jahr 2019 durchaus positiv für 888 Holdings enden. Doch dem Glücksspielanbieter droht durch den Brexit zusätzliches Ungemacht auf dem umsatzstärksten Markt.

Risiko für 888 Holdings durch den anstehenden Brexit:

Der Geschäftsbericht des ersten Halbjahres 2019 der 888 Holdings wirft nicht nur einen Blick auf die aktuellen Zahlen, sondern beschäftigt sich auch mit zukünftigen Herausforderungen. Zu diesen gehört neben den üblichen wirtschaftlichen Herausforderungen vor allem der für Ende Oktober geplante Brexit. Zwar steht angesichts des britischen Regierungschaos und den schwierigen Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union bezüglich der Austrittsformalitäten ein fixer Austrittstermin in den Sternen, doch sollte der Austritt wie geplant kommen, stellt er ein großes Risiko für 888 Holdings dar. Durch die Lizenzierung in Gibraltar (britisches Überseegebiet) erhält der Glücksspielanbieter Zugang zum europäischen Markt. Ein Brexit könnte diesen Zugang, speziell wenn er unkontrolliert stattfindet, massiv erschweren und das Unternehmen und dessen Umsatzzahlen negativ beeinflussen.

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