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Glücksspiel: Steuereinnahmen steigen

Das Glücksspiel wächst in Deutschland weiterhin rasant an und beschert dem Staat horrende Steuereinnahmen. Wie das „Statistische Bundesamt“ vor Kurzem in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt gab, nahmen die einzelnen Bundesländer im Jahr 2019 rund 1,97 Milliarden Euro durch Steuern im Glücksspielsektor ein. Das Rekordhoch verdeutlicht, wie populär Lotto, Sportwetten und Co. über die letzten Jahre geworden sind.

Die europäische Flagge weht im Wind.
Für das Online-Glücksspiel ist Europa ein wichtiger Absatzmarkt, der laut Prognosen bis zum Jahr 2022 mehr als 29 Milliarden Euro erwirtschaften wird. (©Capri23auto/Pixabay)

Stetiger Anstieg der Einnahmen

Die Glücksspielregulierung und das damit verbundene Steuerrecht ist in Deutschland aufgrund des föderalistischen Systems Ländersache. Aus diesem Grund fließen die Einnahmen aus den Lotterien, Sportwetten und anderen legalen Glücksspielaktivitäten in die Kassen der einzelnen Bundesländer.

Laut den offiziellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes konnte Nordrhein-Westfalen die größten Einnahmen im Jahr 2019 erzielen. Die geltende Besteuerung des Glücksspielsektors bescherte dem bevölkerungsreichsten Bundesland rund 419 Millionen Euro. Das sind im Umkehrschluss 21 Prozent der Gesamteinnahmen von 1,97 Milliarden Euro. Rund 14 Prozent flossen in die bayrischen Staatskassen. Das südlichste Bundesland konnte so 274 Millionen Euro erwirtschaften. Komplettiert wird das Trio von Baden-Württemberg, das sich einen Anteil von zwölf Prozent und damit 234 Millionen Euro sichern konnte.

Rekordeinnahmen durch reguläre Steuern. Gewinne aus dem Glücksspiel sind in Deutschland nicht zu versteuern. Das gilt aber nur auf den ersten Blick, da über das reguläre Steuersystem ein Teil des Geldes dennoch in die Kassen der Bundesländer fließt. Sobald ein Spieler seine Gewinne für eine Investition nutzt, zahlt er automatisch Steuern. Legt er sie auf ein Konto, fallen ebenfalls Steuern durch den Kapitalertrag an. Auf diese Art und Weise verdient der Staat deutlich an den Gewinnen aus dem Glücksspiel mit – und das in vielseitigen Formen.

Welche rasante Entwicklung die Glücksspielbranche in der Bundesrepublik gemacht hat, zeigt das Statistische Bundesamt mit einem Quervergleich zum Jahr 2009 auf. Zum damaligen Zeitpunkt lagen die staatlichen Einnahmen aus Lotto, Sportwetten und Co. bei 1,5 Milliarden Euro. In den folgenden zehn Jahren nahmen die Steuereinnahmen stetig zu. Die 1,97 Milliarden Euro aus dem Jahr 2019 entsprechen einem Anstieg von 31 Prozent.

Mehr Einnahmen durch Glücksspielstaatsvertrag

Es ist davon auszugehen, dass ab Juni der Glücksspielsektor in der Bundesrepublik den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen wird. Zum aktuellen Zeitpunkt ist geplant, dass Mitte des Jahres der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft treten wird. Dieser wird die Regulierung der Branche vereinheitlichen und den Markt liberalisieren. Dadurch wird vor allem illegales Glücksspiel bekämpft. Für schwarze Schafe ohne offizielle Lizenz wird es fortan schwierig sein, auf dem deutschen Markt zu operieren.

Der Staat kann erstmals detailliert erfassen, in welchen Online-Casino deutsche Spieler unterwegs sind und kann somit die Einnahmen flächendeckend besteuern. Die steigende Transparenz wird im Umkehrschluss die Steuereinnahmen aus dem Glücksspielsektor erheblich steigen lassen.

Enormer Zulauf wahrscheinlich. Der neue Glücksspielstaatsvertrag wird den deutschen Markt für viele Akteure der Branche enorm reizvoll machen. Vor allem Anbieter aus dem Ausland werden von der neuen Gesetzgebung profitieren können. So werden sich unter anderem unzählige Online-Casinos mit einer gültigen Lizenz aus Gibraltar für eine deutsche Lizenz bewerben. Der Grund: Die Halbinsel ist ein Überseegebiet Großbritanniens, das bekanntlich seit diesem Jahr offiziell aus der Europäischen Union ausgetreten ist. Zwar ist noch nicht genau klar, wie mit den aktuellen Glücksspiellizenzen aus britischem Territorium verfahren wird. Dennoch werden die betroffenen Anbieter auf eine deutsche Lizenz pochen, um hierzulande ohne Komplikationen ihre Dienstleistung offerieren zu können.

Online-Glücksspiel – Die goldene Zukunft?

Die Glücksspielindustrie ist in den letzten Jahren gewachsen wie kaum ein zweiter Wirtschaftszweig. Dabei scheint die Wachstumskurve der Branche noch lange nicht abflachen zu wollen. Experten prophezeien dem Sektor einen weiteren Anstieg, was sich wiederum positiv auf die Steuereinnahmen für Deutschland auswirken wird. Doch nicht nur die Bundesrepublik profitiert wirtschaftlich und finanziell vom Glücksspiel. Die gesamte Europäische Union darf sich auf eine anhaltende Hochkonjunktur freuen.

Im gesamten EU-Raum wurden bereits im Jahr 2018 in Online-Glücksspielen 22,2 Milliarden Euro umgesetzt. Laut einer Prognose von Branchenexperten sollen diese Einnahmen bis zum Jahr 2022 nochmal ordentlich zulegen. Die Rede ist von 29,3 Milliarden Euro für die Online-Sparte. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, entspreche das einem Wachstum von über 30 Prozent. Wie groß der Anteil letztlich vom Gesamtbudget sein wird, der in die Staatskassen der einzelnen Länder fließt, bleibt jedoch abzuwarten. Schließlich besteuert jede EU-Nation das Glücksspiel unterschiedlich.

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