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Broadway siegt: Milliarden-Casino von Jay-Z am Times Square spektakulär gestoppt

In einer dramatischen Entscheidung, die in New Yorks Stadtplanung noch lange nachhallen wird, wurde dem milliardenschweren Casino-Projekt am Times Square, angeführt von Rap-Mogul Jay-Z und Caesars Entertainment, eine klare Absage erteilt. Ein lokales Beratungsgremium stimmte entscheidend gegen den Bau und beendete damit die Vision eines Glücksspielpalastes im Herzen Manhattans. Der Widerstand, angeführt von der einflussreichen Broadway-Lobby, erwies sich als zu mächtig für die prominenten Befürworter.

Der Times Square in New York.

Das geplante Caesars Palace am Times Square sollte ein 5,4-Milliarden-Dollar-Projekt werden, stieß jedoch auf massiven Widerstand aus der Nachbarschaft.

  • Ein Community Advisory Committee (CAC) in Manhattan hat das 5,4 Milliarden US-Dollar teure Spielothek-Projekt am Times Square mit 4 zu 2 Stimmen abgelehnt.
  • Die Hauptgegner des Projekts waren die Broadway-Theaterindustrie und Anwohner.
  • Trotz der Unterstützung durch Namen wie Jay-Z und Zusagen für massive Investitionen konnte das Projekt die lokalen Vertreter nicht überzeugen.

Der Widerstand der Theaterwelt: Ein Kampf um die Seele des Broadway

Der Kern des Widerstands formierte sich in den weltberühmten Theatern. Die Broadway League, die Vertretung der Theaterbesitzer und Produzenten, führte eine unerbittliche Kampagne gegen das Vorhaben. Die zentrale Sorge war, dass ein Casino die Besucher in seinen eigenen Mauern “einschließen” und dem Theaterpublikum das Geld entziehen würde, das sonst für Show-Tickets ausgegeben worden wäre. In öffentlichen Anhörungen malten Schauspieler, Bühnenarbeiter und Anwohner das Bild eines bedrohten Ökosystems, das durch die kommerzielle Wucht eines Glücksspielgiganten erdrückt werden könnte.

Jason Laks, der Präsident der Broadway League, feierte die Entscheidung als einen Sieg für die Kultur und brachte die Haltung der Gegner auf den Punkt:

Ein Casino kann überall gebaut werden, aber der Broadway lebt nur hier. Dies war eine Abstimmung zum Schutz der Magie des Broadways für die hunderttausend New Yorker, deren Lebensunterhalt davon abhängt, und für die Millionen Menschen aus aller Welt, die hierherkommen, um diese Magie zu erleben.

Ein Traum von Jobs und Wohlstand: Die Vision der Befürworter

Auf der anderen Seite stand eine mächtige Allianz, die im Casino eine historische Chance sah. Die ambitionierten Pläne des Konsortiums um Jay-Zs Firma Roc Nation und Caesars Entertainment versprachen Tausende von Arbeitsplätzen, einen Tourismus-Boom und massive Investitionen in die Sicherheit des Viertels.

Jay-Z selbst argumentierte, dass Casino-Besucher die lokale Wirtschaft beleben würden. Die Enttäuschung nach der Ablehnung war entsprechend groß, was sich im Ausbruch von SL Green CEO Marc Holliday zeigte, der die Ausschussmitglieder direkt konfrontierte:

Das war ein jämmerlicher Akt der Feigheit, eine völlige Missachtung aller Menschen, die davon profitiert hätten. Lauft weg und versteckt euch!

Der Tag der Entscheidung und die Folgen

Die entscheidende Abstimmung im sechsköpfigen Community Advisory Committee (CAC) endete mit 4 zu 2 Stimmen gegen das Projekt. Bezeichnenderweise kamen die einzigen Ja-Stimmen von den Vertretern des Bürgermeisters und der Gouverneurin, während die lokal ernannten Mitglieder dem Willen der Anwohner folgten. Fast zeitgleich erlitt auch ein weiteres Casino-Projekt in Manhattan, “The Avenir”, eine Niederlage, womit beide Bewerbungen für den Stadtteil aus dem Rennen sind.

Die Schwierigkeiten für landbasierte Projekte in New York spiegeln einen globalen Wandel wider. Während hier um neue Lizenzen gerungen wird, steht anderswo das komplette Gegenteil zur Debatte, wie die Entwicklung zeigt, dass es in Schweden ab 2026 keine lokalen Spielbanken mehr geben soll. Gleichzeitig etabliert sich der Online-Markt als feste Größe, wo in Ländern wie Deutschland regulierte Online Spielotheken mit deutscher Lizenz eine legale und zugängliche Alternative bieten.

Rassismusvorwürfe und politische Manöver

Die Debatte wurde auch mit harten Bandagen geführt. Der Bürgerrechtler Reverend Al Sharpton, ein Unterstützer des Projekts, kritisierte das Ergebnis scharf und warf den Gegnern vor, die “historisch weiße Kontrolle über die Unterhaltungsbranche am Times Square aufrechtzuerhalten”.

Im Vorfeld hatten die Entwickler intensiv um die Gunst der Gemeinde geworben, unter anderem mit Versprechen für millionenschwere Investitionen in Wohltätigkeitsorganisationen und ein Bürgerrechtsmuseum. Letztendlich konnten diese Bemühungen die grundlegenden Bedenken jedoch nicht ausräumen.

Wie geht es weiter in New York? Das Rennen ist noch nicht vorbei

Obwohl die Manhattan-Projekte gescheitert sind, ist das Rennen um die bis zu drei begehrten Casino-Lizenzen für den Großraum New York noch offen. Mehrere andere Bewerber sind weiterhin im Spiel, darunter ein geplantes Hard Rock Casino in Queens, ein Projekt auf Coney Island und ein Bally’s Casino in der Bronx.

Zusätzlich bewerben sich die beiden bereits existierenden “Racinos” in Yonkers und Queens um eine Aufwertung zu vollwertigen Casinos. Die Ablehnung am Times Square hat jedoch ein klares Signal gesendet: In den kulturell bedeutenden Vierteln Manhattans ist die Hürde für die Genehmigung eines Casinos extrem hoch.

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