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Morgan Stanley Prognose: Glücksspielumsätze in Macau nach unten korrigiert

In der letzten Woche veröffentlichte das US-amerikanische Bankhaus Morgan Stanley seine neusten Prognosen bezüglich der Umsätze für den Glückspielmarkt Macaus. In seinem Report hat die Investment-Bank Morgan Stanley die zu erwartenden Umsatzzahlen deutlich nach unten korrigiert. So rechne man für das Spielerparadies im Jahr 2020 anstatt mit einer Umsatzsteigerung von acht Prozent nur mit einem Anstieg von drei Prozent. Auch das aktuelle Geschäftsjahr verläuft weniger positiv als erwartet. Auch der Handelskrieg zwischen der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten hat seinen Einfluss auf die Entwicklung.

Das Spielerparadies Macau bei Nacht während eines Feuerwerks.
Laut einer Prognose des US-amerikanischen Bankhauses Morgan Stanley muss der Glücksspielmarkt in Macau mit einem Umsatzrückgang rechnen. (©Bildquelle)

Lizenzverlängerungen stehen durch Handelskrieg auf der Kippe

Im neusten Prognosereport für die Umsätze der Casinos in Macau korrigiert das US-amerikanische Bankhaus Morgan Stanley die prognostizierten Wachstumszahlen deutlich nach unten. Die niedrigeren Zahlen liegen vor allem in den gesunkenen Erwartungen für den Markt der VIP-Spieler sowie durch geringer ausfallende Umsatzzahlen im Massen-Tourismus. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Faktor – der aktuelle Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China.

Zwischen den Fronten im Handelskrieg – die Bedeutung Macaus:

Macau ist eine chinesische Enklave und auf der ganzen Welt als gigantisches Spielerparadies bekannt. Für ein weiterhin erfolgreiches Wachstum sind stabile wirtschaftliche Verhältnisse von unmittelbarer Bedeutung. Diese sind aber nicht nur regional erforderlich. Vielmehr ist Macau von den internationalen Investitionen US-amerikanischer Glücksspielunternehmen wie Wynn Macau, MGM China und Sands China, abhängig. Diese Firmen hatten zum Zeitpunkt der Rückgabe Macaus an China im Jahr 1999 bis zum Jahr 2022 gültige Glücksspiellizenzen erhalten. Zwar sollten diese bereits im Jahre 2018 verlängert werden, doch der schwelende Handelskrieg zwischen den USA und China verkomplizieren die Verhandlungen massiv. China versucht die Glücksspiellizenzen als Druckmittel gegen US-Präsident Donald Trump als Trumpf in der Hand zu halten, da dieser, auch als ehemaliger Casino-Unternehmer wichtige Verbindungen in die Branche hält. Unter anderem trat der Casino-Tycoon Sheldon Adelson als Wahlkampfsponsor für den US-Präsidenten in Erscheinung.

Schlechte Zahlen auch im aktuellen Geschäftsjahr

Doch nicht nur die Prognosen für die Glücksspielumsätze in Macau im Jahr 2020 fallen deutlich schlechter als erwartet aus. Auch die Zahlen des aktuellen Geschäftsjahres wurden von Morgan Stanley herunterkorrigiert. Vor einigen Monaten hatte das Bankhaus noch mit einem negativen Wachstum bei den Umsatzzahlen der Casinos von minus einem Prozent gerechnet. Nun sei bereits ein Rückgang von drei Prozent anvisiert. Die korrigierten Vorhersagen für die beiden Monate November und Dezember seien ausschlaggebend für die korrigierte Prognose gewesen. Praveen Choudhary und Thomas Allen erläutern die Hintergründe im Bericht folgendermaßen:

“Trotz unserer Erwartung eines vierprozentigen GGR-Wachstums [einem Wachstum der Bruttoglücksspieleinnahmen. Anm. der Redaktion] für September (…) erwarten wir im November/Dezember ein negatives GGR-Wachstum. Viele makroökonomische Indikatoren deuten auf eine Erholung der VIP-Märkte bis zum Dezember hin, jedoch haben sich die VIP-Einnahmen in den letzten drei Monaten weiter verschlechtert. Ein noch größeres Problem ist der Massenumsatz, der zwar robust geblieben ist (mehr als 10 Prozent [Wachstum] gegenüber dem Vorjahr in den ersten acht Monaten), sich jedoch im vierten Quartal 2019 verlangsamen und einstellige Zahlen erreichen könnte.“

Speziell die stark gesunkenen Umsätze der Casinos bei den sogenannten VIP-Spielern seien für Einbußen im Vergleich zum Jahr 2018 in Höhe von 17 Prozent verantwortlich. Ebenso wirken sich einige verspätete Neueröffnungen verschiedener Hotelkomplexe negativ auf das Massengeschäft aus. Das Wachstum im Bereich neuer Hotelzimmer ist infolgedessen von 6,1 Prozent im Juli im Jahr 2018 auf 0,8 Prozent im Juli 2019 gesunken.

Niedriges Bruttoinlandsprodukt Teil eines beunruhigenden Trends

Auch abseits des weltbekannten Glücksspielmarktes von Macau geben aktuelle Zahlen Grund zur Sorge. Nach der negativen Prognose vom Bankhaus Morgan Stanley folgte nur wenige Tage später eine makroökonomische Prognose des Instituts für Wirtschaft und Macau-Studien der Universität von Macau für den Zeitraum 2019-2020. Auch dieser Report sieht rückläufige Zahlen voraus. So werde laut der Prognose das Bruttoinlandsprodukt bis Ende 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent niedriger ausfallen. Der Trend setze sich aller Voraussicht nach auch im nächsten Jahr fort, was sogar noch ein höheres Minus des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent bedeute.

Die Gründe für den Rückgang seien laut den Wissenschaftlern in rückläufigen Warenexporten und einem stockenden Wachstum im Konsum- und Investment-Sektor begründet. Außerdem kämen in der nächsten Zeit noch die sinkende Dienstleistungs-Ex- und Importe hinzu, die die Lage in Macau weiter verschlechtern. Dem schwelenden Handelskrieg und den Anspannungen zwischen den USA und dem Reich der Mitte kommt eine hohe Bedeutung zu. Andererseits könnte der negative Trend durch die Lösung wirtschaftlicher Differenzen der beiden Großmächte auch gestoppt werden. Die Welt und besonders die Enklave Macau werden die Entwicklungen also weiterhin mit großem Interesse verfolgen.

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