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Spielbanken von WestSpiel in Nordrhein-Westfalen für die Gauselmann-Gruppe wohl interessant

Nicht erst seit Wochen, sondern bereits seit einigen Jahren wird immer wieder heiß über einen Verkauf der WestSpiel-Casinos in Nordrhein-Westfalen diskutiert. Der Grund dafür liegt in den wirtschaftlich überwiegend schlechten Ergebnissen der letzten Jahre. Doch genau dieser führt auch dazu, dass andere Unternehmen als potenzieller Käufer in der Regel die Finger von den WestSpiel-Casinos lassen. Einzig die berühmte Gauselmann-Gruppe wurde immer wieder als möglicher Käufer ins Spiel gebracht – ohne dass bisher große Töne des Glücksspielgiganten zu vernehmen waren. Doch ein grundsätzliches Interesse scheint tatsächlich zu bestehen. Allerdings gibt es auch einige Einschränkungen, wie Firmenchef Paul Gauselmann jetzt verkündete.

Die weltbekannte Merkur-Sonne an der Außenfassade eines Merkur-Casinos.
Spielhallen und Online-Casinos sind der Gauselmann-Gruppe nicht genug. Nun sollen wohl noch Spielbanken in NRW hinzukommen. (©Bildquelle)

Bundesland Nordrhein-Westfalen ächzt unter der Last der WestSpiel-Casinos

Die vier Spielbanken in Nordrhein-Westfalen (NRW) gehören zur Westdeutsche Spielbanken GmbH & Co. KG (WestSpiel). Eigentümer des Unternehmens mit Sitz in Duisburg ist das Bundesland NRW über die NRW.Bank. Über viele Jahre liefen die Casinos recht erfolgreich und zogen nicht nur Spieler aus den umliegenden Städten an. Zudem gelten die Spielbanken in Dortmund und Duisburg mit Berlin zu den größten und umsatzstärksten Casinos Deutschlands. Doch mit dem Aufkommen der Online-Casinos gingen auch die Besucherzahlen deutlich zurück.

Seit Jahren werfen die Spielbanken daher keine Gewinne mehr ab, sondern schreiben rote Zahlen. Da scheint es nicht verwunderlich, dass sich die Landesregierung, speziell auf Drängen der Opposition, dazu entschlossen hat, die WestSpiel-Casinos zu verkaufen . Allerdings stellte sich nach den langen Diskussionsrunden schnell die Frage, wer zum einen über die finanziellen Mittel, aber auch über die Kapazitäten verfügt, um dieses gewaltige Projekt zu übernehmen.

Der potenzielle Käuferkreis ist recht klein, weswegen auch immer wieder die Gauselmann-Gruppe als DER deutsche Glücksspielgigant als Interessent ins Spiel gebracht wurde. Dies geschah allerdings nie durch das Unternehmen selber. Ganz im Gegenteil ließ die Gauselmann-Gruppe vor einigen Monaten verlauten, dass der Verkauf der Casinos eine echte Hürde für das Bundesland Nordrhein-Westfalen darstelle und zunächst die „Braut“ aufgefrischt werden müsse. Ein klares Zeichen an die Landesregierung, dass noch einige Hürden zu bewältigen seien. Insgesamt befinden sich im Bundesland Nordrhein-Westfalen vier Spielbanken, die von WestSpiel betrieben werden. Zu ihnen gehören:

  • Dortmund-Hohensyburg
  • Duisburg
  • Aachen
  • Bad Oeynhausen

Die Gauselmann-Gruppe:

Die Gauselmann-Gruppe hat seinen Sitz in Espelkamp. Gegründet wurde sie vom heutigen Firmenchef Paul Gauselmann im Jahre 1980, nachdem dieser zuvor zahlreiche kleinere Glücksspielunternehmen aufgebaut hatte. Starke Umsatzzahlen, eine große Anzahl an Mitarbeitern und die ständige Präsenz als Sponsor oder Partner für Veranstaltung oder auch Fußballvereinen verhalfen dem Glücksspielgiganten zu weltweiter Bekanntheit. Das eingängige Logo, die Merkur-Sonne, ist heutzutage nahezu überall bekannt

Grundsätzliches Interesse vorhanden – aber nur mit Einschränkungen

Eine echte, intensive Kaufabsicht der Gauselmann-Gruppe für die WestSpiel-Casinos ist also nicht vorhanden. Doch ein grundsätzliches Interesse scheint dennoch vorhanden zu sein. Das bestätigte der 85-jährige Chef des Glücksspielgiganten, Paul Gauselmann, kürzlich in einem Interview mit der Deutschen Presse Agentur, in dem er aber auch auf bisher fehlende Anreize in Form von gelockerten gesetzlichen Vorgaben hinwies.

“Wir haben nie von uns aus gesagt, dass wir die Spielbanken in NRW kaufen wollen. Das wurde immer von außen an uns herangetragen. Wenn sich die gesetzliche Grundlage in NRW ändert und es Ausschreibungen geben wird, beteiligen wir uns natürlich.“

Ob das eindeutige Signal, das der Firmenchef mit seiner Aussage in Richtung Landesregierung verschickt hatte, auch ankommt und zu echten Veränderungen führt, bleibt abzuwarten. Allerdings steht auch fest, dass es außerhalb der Gauselmann-Gruppe wenig bis keine echten Interessenten für die WestSpiel-Casinos gibt. Das dürfte auch dem Bundesland NRW bewusst sein. Dass die Gauselmann-Gruppe neben den zahlreichen Spielhallen und Angeboten in Online-Casinos auch große Spielbanken erfolgreich betreiben kann, hat das Glücksspielunternehmen bereits mit zehn existierenden Spielbanken in drei anderen Bundesländern bewiesen.

Insgesamt kann das Schwergewicht auf dem Glücksspielmarkt, welches rund 13.000 Mitarbeiter beschäftigt, auf einen Gesamtumsatz von 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 zurückblicken. 88 neue Auszubildende wurden erst kürzlich neu eingestellt. Dadurch sind auch im Bereich der Auszubildenden mit insgesamt 240 Kräften alle Zukunftsweichen gestellt. Die Gauselmann-Gruppe scheint daher auch auf längere Sicht der einzige ernstzunehmende potenzielle Käufer für die WestSpiel-Casinos zu sein. Bleibt abzuwarten, inwieweit das Land Nordrhein-Westfalen dem Glücksspielgiganten für einen Verkauf entgegenkommt.

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