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Über 400 Millionen: Glücksspielanbieter nutzen laut Studie deutsche Werbemöglichkeiten intensiv

Erst kürzlich veröffentlichte das in Esslingen ansässige Marktforschungsunternehmen research tools eine Studie namens „Werbemarktanalyse Glücksspiel 2019“. In dieser veröffentlichte research tools Daten zur Glücksspielwerbung in Deutschland, die über die letzten fünf Jahre aufgenommen und analysiert wurden. Aus diesen Daten lässt sich festhalten, dass deutsche Glücksspielanbieter im Jahr 2018/19 einen Betrag von mehr als 400 Millionen Euro in Werbung investiert haben – ein Rekordwert. Der Großteil der Werbeausgaben wurde auch von in Deutschland verbotenen Online-Casinos investiert. Speziell TV-Werbung liegt dabei im Trend.

Ein Ausschnitt eines TV-Spots der deutschen Automatenwirtschaft mit Bastian Schweinsteiger.
Neben zahlreichen Online-Casinos wirbt auch immer wieder die deutsche Automatenwirtschaft im TV mit prominenten Gesichtern wie hier Bastian Schweinsteiger für Spielhallen. (©Bildquelle)

Einige Glücksspielanbieter sehr dominant im Werbesektor

Glücksspiel in Deutschland bleibt, was den Bereich der Online-Casinos angeht, eine rechtliche Grauzone. Zwar sind im Glücksspielstaatsvertrag Online-Casinos verboten. EU-Regularien wiederum erlauben das Angebot von Online-Glücksspiel, wenn sich der Hauptsitz des Anbieters in einem der Europäischen Union zugehörigen Land befindet. Daher wird auch jede Form der Werbung, seien es TV-Spots, Print-Anzeigen oder Radiowerbung, genutzt, um das eigene Produkt bekannt zu machen.

Das Unternehmen research tools hat über fünf Jahre versucht, einen objektiven und tiefen Einblick von der Welt der Glücksspielwerbung zu erhalten. In der kürzlich veröffentlichten Studie präsentiert die Marktforschungsberatungsgesellschaft nun ihre Ergebnisse. Dabei ist ein klarer Trend im Umfang der geschalteten Werbung von Glücksspielanbietern zu erkennen. Denn trotz offiziellem Verbot durch den deutschen Glücksspielstaatsvertrag hat sich die Menge der Werbeanzeigen (TV, Radio, Print und Internet) in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Im Jahr 2018/19 wurde laut der Studie ein neuer Rekordwert von 401 Millionen Euro an Werbeausgaben erreicht. Das ist eine Steigerung von rund 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Pro Monat treten im Durchschnitt rund 64 Werbetreibende in Erscheinung. Dabei fällt aber mehr als die Hälfte der Werbung auf die fünf größten Branchenmarken. Speziell Online-Casinos nehmen im Bereich der Werbung eine zentrale Rolle ein. In diesem Sektor hat sich der Investitionswert im Vergleich zum letzten Jahr um satte 70 Millionen Euro erhöht. Laut der Studie sind in diesem Zusammenhang hauptsächlich die Marken bwin, DrückGlück, Pokerstars, Tipico, Unibet und Wunderino zu nennen.

Lotto und Sportwetten ebenfalls im Fokus

Obwohl Sportwetten in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind und sie zum Teil in Deutschland legal beziehungsweise geduldet werden, lag der Anteil der Werbung für Sportwettenanbieter bei nur 20 Prozent. Dieser Umstand hängt aber auch damit zusammen, dass die meisten Buchmacher parallel auch ein Online-Casino anbieten. Aus diesem Grund gab es rechtliche Probleme, da diesen Anbietern Dachmarkenwerbung vorgeworfen wurde. Auch für diverse deutsche Fußballvereine haben die erhöhten Werbeausgaben direkte Folgen. Deren Sponsoring-Verträge sind in den letzten Jahren weitaus lukrativer geworden.

Auch die legalen, deutschen Lotterien haben ihre Werbeausgaben in den letzten fünf Jahren spürbar erhöht und mischen ordentlich auf dem Markt mit. Der Gesamtanteil an der Werbung liegt zwar nur bei rund zehn Prozent, fünf Prozent bei den Klassenlotterien, doch der Trend spricht auch hier klare Worte. Besonders die BildungsChancen-Lotterie kann Investitionen in Millionenhöhe vorweisen. Sie wurde im Sinne der Bildungsförderung von August 2018 bis August 2019 durchgeführt.

Prominente Gesichter werben für Glücksspielanbieter

Neben den deutlich angestiegenen Werbeausgaben ist auch ein anderer Trend zu beobachten. Immer häufiger treten bekannte Gesichter von Prominenten als Werbefiguren in beispielsweise TV-Spots auf. So wirbt beispielsweise Weltmeister Bastian Schweinsteiger für die deutsche Automatenwirtschaft oder Oliver Kahn tritt als Markenbotschafter für den Buchmacher Tipico in Erscheinung. Der kürzlich mit seinem Film in den deutschen Kinos erschienene Fußballprofi von Real Madrid, Toni Kroos, wirbt im TV für die Postcode-Lotterie. Neben einigen Printmedien und Online-Anzeigen nehmen die TV-Spots den größten Anteil ein.

Allerdings mussten erst im März dieses Jahres verschiedene TV- und Radiosender eine offizielle Verwarnung der Bundesregierung bezüglich der Ausstrahlung von Spots für Glücksspielanbieter hinnehmen. Es bleibt abzuwarten, ob die TV-und Radiosender diese Verwarnung berücksichtigen und welchen Einfluss der geplante dritte Glücksspielstaatsvertrag auf die Branche hat. Dann könnten sich die Werbeausgaben der Glücksspielanbieter verlagern.

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