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Umsatzzahlen 2018: Indianer-Casinos erreichen neuen Rekord

Das Jahr 2018 war für die zahlreichen Indianer-Casinos in den Reservaten ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr. Fast durchweg konnten neue Rekordeinnahmen vermeldet werden. Das belegt der Jahresbericht der National Indian Gaming Commission (NIGC). Darin werden Glücksspieleinnahmen von 33,72 Milliarden US-Dollar genannt, die die insgesamt 241 anerkannten Stämme in den Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 2018 erzielt haben. Lediglich eine Region schrieb rote Zahlen. Aber auch die US-amerikanischen Casinos und Spielbanken konnten mit Rekordeinnahmen überzeugen.

Ein Indianer-Casino in der Außenansicht
Die Indianer-Casinos können sich fast durchweg über Rekordumsatzzahlen freuen. (©wikipedia)

Positive Umsatzzahlen mit lediglich einer Ausnahme

Die National Indian Gaming Commission (NIGC) konnte mit der Veröffentlichung ihres Jahresberichtes aus dem Jahr 2018 für große Aufmerksamkeit sorgen. Schließlich war hieraus ein Gesamtwachstum im Vergleich zum Jahr 2017 um 4,1 Prozent zu lesen, und das obwohl im Jahr 2017 bereits ein Umsatzrekord von 32,4 Milliarden US-Dollar von den Indianer-Casinos aufgestellt wurde. Dieser wurde nun im darauffolgenden Jahr gleich wieder gesprengt.

Was ist die NIGC:

Die National Indian Gaming Commission, kurz NIGC, ist eine im Jahr 1988 ins Leben gerufene, unabhängige US-amerikanische Regulierungsbehörde innerhalb des Innenministeriums. Sie wurde parallel zum Indian Gaming Regulatory Act eingeführt, um das von den Indianern angebotene Glücksspiel zu regulieren. Sie bildet gleichzeitig die Rechtsgrundlage für das indianische Glücksspiel. Hauptaufgabe ist der Schutz der Glücksspieleinnahmen der Indianerstämme. Dafür überwacht die NIGC sämtliche Regulierungen der indianischen Glücksspiel-Casinos. Insgesamt werden in 29 US-Bundesstaaten 520 Casinos von 247 Indianerstämmen betrieben. Diese stehen allesamt unter der Kontrolle und dem Schutz der NIGC.

Die durchweg positiven Wachstumszahlen spiegeln die Entwicklung in allen Regionen, die von der NIGC verwaltet werden, wider. Das größte Plus konnte dabei die Region Portland, zu der die US-Bundesstaaten Idaho, Washington, Oregon und Alaska gehören, verzeichnen. 8,2 Prozent Wachstum bedeuten das Beste aller Ergebnisse. Aber auch die 73 Indianer-Casinos in der Region Sacramento (US-Bundesstaaten Kalifornien und Nord-Nevada) konnten ein Wachstum von 3,1 Prozent aufweisen und erzielten dabei einen Umsatz von 9,28 Milliarden US-Dollar.

Ebenso sehr starke Zahlen erzielte die Region Washington, zu der die US-Bundesstaaten Florida, Mississippi, New York, Alabama, Louisiana, North Carolina und Connecticut gehören. 7,52 Milliarden US-Dollar Umsatz wurden in den dort ansässigen Indianer-Casinos erzielt. 4,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und damit ein Plus von 4,6 Prozent erzielte die Region St. Paul mit den US-Bundesstaaten Indiana, Iowa, Michigan, Minnesota, Nebraska und Wisconsin.

Selbst die Region Rapid City mit ihren 36 Indianer-Casinos in den US-Bundesstaaten Dakota, Montana und Wyoming verzeichnete ein leichtes Umsatzplus von 1,5 Prozent. Im Jahr 2017 gab es hier noch ein negatives Wachstum. Der Kommissar der NIGC, E. Sequoyah Simermeyer, kommentierte die Zahlen mit den Worten:

“Der jährliche Bruttoumsatz erzählt eine positive Geschichte über den wirtschaftlichen Erfolg des indianischen Glücksspiels und den anhalten Beitrag der Branche zu einer starken Wirtschaft.“

US-amerikanische Casinos verzeichnen ebenfalls Rekordeinnahmen

Nicht nur die Indianer-Casinos können positive Umsatzzahlen vorweisen. Auch die landbasierten US-amerikanischen Casinos überzeugen mit Wachstum. Auch hier konnte im Jahr 2018 ein neuer Rekord von 41,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet werden. Das bedeutet ein Wachstum von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie es im Jahresbericht der American Gaming Association (AGA) nachzulesen ist. Damit liegen die US-Casinos nur knapp hinter den Wachstumszahlen der Indianer-Casinos. Vor allem konnte der US-Bundesstaat Nevada mit einem Rekordumsatz von 11,9 Milliarden US-Dollar und einem Wachstum von drei Prozent von sich reden machen. Auch der US-Bundesstaat Pennsylvania konnte mit einen Umsatz von 3,25 Milliarden US-Dollar überzeugen. In Sachen Wachstum macht aber dem US-Bundesstaat Massachusetts keiner etwas vor. Das größte Wachstum von 65,7 Prozent ist allerdings auch direkt mit der Neueröffnung des MGM Springfield Casinos im vergangenen Jahr verbunden. Allein der erste Betriebsmonat spielte bereits 27 Millionen US-Dollar in die Kassen des Casinobetreibers.

Der Casino-Betreiber MGM Resorts befindet sich parallel aber auch in starker Konkurrenz zu den Indianer-Casinos. Da zwei Indianerstämme, die Mashantucket Pequot und die Mohegan, die bereits die Casinos Foxwoods und Mohegan Sun in Connecticut betreiben, gemeinsam ein weiteres Casino nahe der Grenze zu Massachusetts eröffnen wollen, unternimmt MGM Resorts nun sogar rechtliche Schritte, um die eigenen Einnahmen zu schützen.

Im August reichte der Casino-Betreiber eine Klage beim US-Bezirksgericht in Washington, D.C. ein. Der Vorwurf des Verstoßes gegen Bundesvorschriften richtet sich gegen das US-Innenministerium und dem Bureau of Indian Affairs. Hintergrund der Klage ist, dass das Gebiet, auf dem das neue Indianer-Casino geplant ist, kein Stammesland sei. Zwar entstünden so neue Arbeitsplätze, doch das MGM Springfield fürchtet um die Abwanderung vieler seiner Spieler. Das Verfahren wird sicherlich in die Länge gezogen werden, da es sich um eine Klage gegen das Innenministerium handelt, doch der Ausgang bleibt spannend.

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