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Main Event EPT 2019: Schwede Simon Brandstrom sichert sich den Sieg in Barcelona

Am letzten Sonntag ist in Barcelona das Main Event 2019 der European Poker Tour (EPT) zu Ende gegangen. Insgesamt 1.989 Spieler hatten den Buy-in von 5.300 Euro bezahlt, um an dem Großevent teilzunehmen. Am Ende konnte sich der Schwede Simon Brandstrom am hochklassigen Final Table durchsetzen. Der 37-jährige Pokerspieler sicherte sich mit dem Erfolg ein Preisgeld von 1.290.166 Euro. Zusätzlich erhält er eine der begehrtesten Auszeichnungen der internationalen Poker-Szene. Noch niemals zuvor hatten bei einem Event der EPT mehr Spieler teilgenommen. Daraus resultierte auch der Gesamtpreispool von 9.641.800 Euro. Im Heads-up hatte sich Brandstrom mit seinem Gegner ein spannendes Duell geliefert.

Der Gewinner des Main Event der EPT 2019 in Barcelona Simon Brandstrom am Siegertisch inklusive Pokal und seiner Siegerhand.
So sieht echt Freude aus: Simon Brandstrom nach dem Gewinn des Main Events der EPT 2019 in Barcelona. (©Bildquelle)

Schneller Final Table: 21 Hände bis zum Heads-up

Bis zum Final Table des Main Events der EPT in Barcelona hatte es einige Zeit gedauert und neben vielen spannenden Händen auch einige Nerven gekostet. Am Final Table ging es dann zunächst allerdings überraschend schnell. Insgesamt benötigte es nur 21 Hände, bis das Duell im Heads-up zwischen dem Ungar Marton Czuczor und Simon Brandstrom feststand.

Zuvor hatte der Ungar mit Yunye Lu aus China, Giovanni Torre aus Portugal und Diego Falcone aus Brasilien drei Spieler eliminiert – und das gerade einmal in einer halben Stunde Spielzeit. Aber auch bis der dritte Platz feststand, dauerte es nicht lange. Simon Brandstrom setzte sich in einer spannenden Hand gegen den Portugiesen Rui Sousas durch. Dessen Preisgeld von 607.400 Euro dürfte ihn aber über sein Ausscheiden hinwegtrösten.

Wer ist Simon Brandstrom? Bisher war der Schwede Simon Brandstrom sicherlich nur einigen Pokerinsidern ein echter Begriff. Zwar konnte der 37-Jährige bereits ein Gesamtpreisgeld von mehr als 800.000 US-Dollar einspielen, bis zum Jahr 2016 tat er das allerdings noch unter seinem Geburtsnamen Persson. Er erzielte sein Preisgeld hauptsächlich durch einen zweiten Platz bei den Master Classics of Poker im Jahr 2013 in Amsterdam (Preisgeld 182.913 Euro), einen weiteren zweiten Platz beim 1.500€ NL Hold´em Deepstack Turnier der World Poker Tour in diesem Jahr ebenfalls in Barcelona (Preisgeld 187.880 Euro) und einem dritten Platz bei der EPT EUREKA im Jahr 2015 in Prag (Preisgeld 120.090 Euro). Mit seinem größten Erfolg seiner Pokerkarriere, dem Sieg beim Main Event der EPT, dürfte Simon Brandstrom nun aber einem weitaus größeren Publikum bekannt sein. Außerdem konnte er sein Karriere-Preisgeld auf einen Schlag mehr als verdoppeln.

Ein spannendes Duell im Heads-up um den Sieg

Das Heads-up konnte das Tempo der vorangegangenen Hände aber nicht halten und zog sich über insgesamt drei Stunden. Im Internet konnte die Veranstaltung auf verschiedenen Plattformen im Live-Stream inklusive deutschem Kommentar verfolgt werden. Simon Brandstrom musste sich durch die ersten beiden Stunden des Duells durchkämpfen, weil er deutlich weniger Chips besaß. Allerdings gelang es ihm Stück für Stück näher an seinen Gegner durch den Gewinn von vielen kleineren Händen heranzukommen.

Es folgte wohl eine der entscheidendsten Hände des Turniers. Der Ungar Czuczor erhöhte vor dem Flop mit Pik 6 und Pik 3, Brandstrom callte mit Kreuz König und Herz 3. Der Flop bescherte mit K 3 3 Brandstrom ein Full House, aber auch Czuczor hatte den Drilling getroffen. Der Turn mit der Karo 6 war dann äußerst bitter für Czuczor. Zwar hatte er nun auch sein Full House getroffen, allerdings das schlechtere und es war nahezu unmöglich, sich aus dieser Konstellation zu befreien. Die Herz 10 auf dem River veränderte nichts mehr. Czuczor spielte an, Brandstrom ging All-in und vom Ungar kam der sofortige Call. Er verlor einen Großteil seiner Chips in dieser Hand an den Schweden.

Es folgte kurze Zeit später die letzte Hand. Czuczor hielt Pik König und Kreuz Dame, Brandstrom hatte mit Herz 6 und Kreuz 6 bereits ein Paar auf der Hand. Es folgte ein All-in von Czuczor und ein Call vom Schweden. Das Board brachte dem Ungar mit 7, 2, 9, Ass und 5 keine Hilfe. Der Turniersieg gehörte dem Schweden. Brandstrom konnte sein Glück kaum glauben, schließlich sei er während des Turniers schon ein paar Mal fast ausgeschieden gewesen. Zu seinem mehrmaligen Comeback sagte er anschließend:

“Ich habe wahrscheinlich nicht mein A-Game gespielt, aber die Karten kamen so, wie ich sie brauchte.“

Schweden konnte sich durch Simon Brandstrom bereits zum 11. Mal eine Trophäe der European Poker Tour sichern. Ungarn hingegen scheiterte knapp und wartet weiterhin auf den ersten Titel. Das Preisgeld von 1.253.234 Euro dürfte beim Zweitplatzierten Czuczor allerdings die Trauer über die Niederlage schnell vergessen machen. Der Gewinner Simon Brandstrom hingegen dürfte zunächst erst einmal mit dem medialen Rummel um seine Person beschäftigt sein. Es ist allerdings sehr wahrscheinlich, dass der Schwede auch beim nächsten großen Event teilnehmen wird. Titel machen schließlich immer Lust auf mehr.

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