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Las Vegas Sands erhält Auszeichnung

Las Vegas Sands (LVS) wurde als eines der verantwortungsvollsten US-Unternehmen ausgezeichnet. Im alljährlichen Ranking von „Newsweek“ hat der Glücksspielkonzern es unter die ersten 500 Plätze geschafft. Das US-Nachrichtenmagazin erstellt für jedes Jahr auf Grundlage verschiedener Metriken (ESG), die sich auf die Bereiche Umwelt, Soziales und Unternehmensführung beziehen, eine Liste mit den verantwortungsvollsten Konzernen.

Wolken ergeben den Schriftzug CO2.
Nach den ausgewerteten Metriken hat sich Las Vegas Sands gerade im Bereich des Umweltschutzes stark verbessert – von 93,5 auf 100 Punkte. (©️Matthias Heyde/Unsplash)

Sands mit starker ESG-Punktzahl

Das alljährliche Ranking von Newsweek bewertet US-amerikanischen Unternehmen in den drei ESG-Bereichen, denen jeweils eine Punktzahl zugewiesen wird. Wobei 100 das Maximum darstellt. Las Vegas Sands habe mit einer Gesamtpunktzahl von 79,2 Punkten entsprechend gut abgeschnitten. So habe der Glücksspielkonzern für Umwelt 93,5, für Soziales 72,3 und für Unternehmensführung 72 Punkte erreicht. Unter den 500 besten US-Konzernen landete das renommierte Glücksspielunternehmen auf dem 136. Platz.

Ranking. Newsweek bewertet jedes Jahr die 2.000 größten US-amerikanischen Unternehmen – gemessen am Umsatz. Neben den ESG-Indikatoren gibt das Nachrichtenmagazin zusätzlich eine Umfrage mit mehr als 11.000 Befragten in Auftrag, um das Ranking zu erstellen.

Unter allen Vertretern der Glücksspielbranche nimmt Sands einen absoluten Spitzenplatz im Ranking ein. Mit MGM und Caesars seien zwei weitere Casinobetreiber in der Verlosung gewesen, die jedoch mit ihren Punktzahlen nicht innerhalb der ersten 500 Plätze rangieren.

Las Vegas Sands hat nicht nur innerhalb der Glücksspielindustrie sehr gut abgeschnitten. Der in Nevada beheimatete Konzern hatte auch im direkten Duell mit Unternehmen aus dem US-Bundesstaaten die Nase vorn. Insgesamt seien fünf weitere Unternehmen aus Nevada von Newsweek bewertet worden.

Sands liege laut Newsweek auf dem zweiten Platz in der Kategorie „Hotels, Restaurant und Freizeit“. Der Glücksspielkonzern rangiere damit vor vielen bekannten Unternehmen – darunter Walt Disney und der marktführende Streamingdienst Netflix.

Hohe Punktzahl für Umwelt

Eine besonders hohe Punktzahl hat Sands in der Umweltrubrik erreichen können. Von maximalen 100 vergab Newsweek 93,5 Punkten. Für den Glücksspielkonzern selbst sei diese hohe Bewertung keineswegs überraschend. Gegenüber Branchenmedien gab ein Sprecher des Unternehmens zu Protokoll, dass Sands eine führende Rolle in puncto Umweltbewusstsein in der Industrie einnehme.

In den vergangenen Jahren habe man mehrere Maßnahmen installiert und Schritte eingeleitet, um Emissionen und Abfallmengen zu reduzieren. Zeitgleich sei der Wasserverbrauch innerhalb des Unternehmens dank neuer Mechanismen erheblich zurückgegangen. Zudem seien die eigenen integrierten Resorts auf eine umweltverträgliche Bauweise errichtet worden.

Kampf gegen Klimawandel. Wie das Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit mehrfach betonte, wolle man entscheidend zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen. Alle installierten Maßnahmen dienten dem Zweck, die Umwelt zu schonen und die Aufheizung des Klimas einzudämmen.

Umbruch bei Las Vegas Sands

In den vergangenen Jahren wollte es einfach nicht still werden um Las Vegas Sands. Der Konzern machte sowohl positive als auch negative Schlagzeilen. So wurde etwa ein Umbruch eingeläutet, der eine neue geschäftliche Ausrichtung vorsieht. Es wurden Einrichtungen abgegeben, Immobilien veräußert und Standorte aufgegeben. Bis zum Jahr 2019 trennte sich Sands vom integrierten Resort Venetian und Palazzo, von der Sands Expo, vom Convention Center sowie vom Standort Pennsylvania.

Im 11. Januar 2021 musste Sands dann den Tod des langjährigen Chairman und CEO Sheldon Adelson verkraften. Der Glücksspielmogul erlag seinen Non-Hodgkin-Lymphomen und verstarb im Alter von 87 Jahren. Knapp zwei Wochen zuvor soll er noch Übernahmegespräche mit James Packer geführt haben. Der Mehrheitseigner von Crown Resorts sucht derzeit einen Käufer für den Konzern. Laut australischen Medienberichten habe Adelson Sands für eine etwaige Übernahme in Position gebracht.

Einbußen durch Corona. Sands ist aktuell sehr abhängig vom asiatischen Glücksspielmarkt. Der Konzern betreibt fünf integrierte Resorts in Macau und Singapur, die enorme Besuchermassen anlocken. Durch das erneute Aufkeimen der Corona-Krise droht jedoch der vollständige Einbruch der finanziellen Basis. Die Omikron-Variante hat bereits viele Länder auf dem asiatischen Kontinent dazu bewegt, Restriktionen und Reisebeschränkungen einzuführen. Für Sands könnte das bedeuten, dass der Besucherandrang zurückgeht.

Zu Lebzeiten war Adelson ein großer Gegner des Online-Glücksspiels. Gleichwohl der wachsenden Bedeutung, richtete er als Sands-CEO seinen Konzern stets konservativ aus und investierte ausschließlich in das terrestrische Glücksspiel. Diese Handhabung sorgte nicht selten für interne Reibereien. Adelson blieb jedoch bis zu seinem Tod stur und beharrte auf seiner Entscheidung. Nach seinem Tod hat die neue Unternehmensführung jedoch den „alten“ Weg verlassen und Pläne aufgestellt, in das Online-Segment zu investieren. Primär will der Big Player der Branche in digitale Gaming-Technologielösungen investieren.

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