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Glücksspielanbieter Sunmaker erweitert sein Fußball-Sponsoring

Wer aufmerksam die Trikots und Werbebanden deutscher Fußballvereine in den letzten Jahren verfolgt hat, dem ist wahrscheinlich der Glücksspielanbieter Sunmaker immer häufiger ins Auge gefallen. Sunmaker ist ein Anbieter eines Online-Casinos sowie gleichzeitig Buchmacher und konnte in den letzten Jahren immer wieder neue Sponsorenverträge mit Vereinen aus dem deutschen Profifußball verkünden. Der Weg scheint erfolgreich zu sein, denn Sunmaker möchte auch in den nächsten Jahren sein Engagement im Sponsoring erweitern. Speziell die 3. Liga scheint den Glücksspielanbieter dabei zu reizen. Für die neue Saison tritt der Konzern allein bei sieben Vereinen als Sponsor in Erscheinung.

Der Glücksspielanbieter intensiviert sein Sponsoring von Fußballvereinen. (©Bildquelle)

Sponsor in den ersten drei deutschen Fußballligen

Es gibt Kooperationen, die einfach für beide Parteien zu funktionieren scheinen. Der Glücksspielanbieter Sunmaker hat allem Anschein nach die perfekte Rezeptur für Sponsoring-Partnerschaften mit Vereinen aus dem deutschen Profifußball gefunden zu haben. Bereits seit einigen Jahren tritt Sunmaker als Trikotsponsor oder auf Werbebannern am Rande des Spielfeldes in Erscheinung. Von Jahr zu Jahr ist die Präsenz im Fußball dabei gestiegen. Mittlerweile kann Sunmaker ein breites Feld an Partnerschaften vorweisen. So werden die Spieler des kommenden Bundesligisten SC Paderborn 09 in der neuen Saison auch in der ersten Liga mit dem bekannten Logo des Glücksspielanbieters auf der Brust auflaufen. Neben zwei Vereinen aus der zweiten Bundesliga (unter anderem Aufsteiger VfL Osnabrück) liegt das Hauptaugenmerk von Sunmaker aber auf der 3. Liga. Allein aus der 3. Liga kann Sunmaker sieben Vereine verzeichnen, bei denen der Glücksspiel-Konzern als Trikotsponsor auftritt. Vertrauliche Insider-Quellen berichten, dass mit einem achten Verein aus der 3. Liga, dem MSV Duisburg, konkrete Verhandlungen über ein Sponsoring-Vertrag geführt werden. Bisher sind die folgenden Vereine aus der 3. Liga bereits im Partnerstamm von Sunmaker:

  • SC Preußen Münster
  • FC Hansa Rostock
  • FC Magdeburg
  • FSV Zwickau
  • SV Waldhof Mannheim
  • Hallescher FC
  • Carl Zeis Jena

Sponsoring auf breiter Ebene

Als Einzelfall kann man die Kooperation von Sunmaker mit deutschen Profivereinen allerdings nicht bezeichnen. Die Verbindung zwischen Glücksspielunternehmen und Sportvereinen gibt es überall auf der Welt. Dafür finden sich auch zahlreiche Beispiele in den ersten drei deutschen Fußballligen. In dem Ausmaß, wie es Sunmaker aber gerade durchführt, wurde bisher allerdings nicht in Sponsoring-Verträge investiert. Auch, dass hauptsächlich die 3. Liga das Ziel der Begierde von Sunmaker zu sein scheint, überrascht ein wenig, schließlich genießen die erste und zweite Bundesliga deutlich mehr mediale Aufmerksamkeit. Hier macht sich aber auch die große Anzahl von Traditionsvereinen in der 3. Liga bemerkbar. Ein Sprecher des Glücksspielkonzerns äußerte gegenüber dem MDR zu diesem Thema:

“In der 3. Liga können wir mit mehreren Vereinen zusammenarbeiten und somit mehr unserer Kunden abdecken. Mit einem Verein in der Bundesliga können wir nicht so viele Fans erreichen wie mit zehn Vereinen in der 3. Liga.“

Betrachtet man nur den finanziellen Aspekt, erscheint die Kooperation mit so vielen Vereinen allerdings eher fragwürdig. Sunmaker peilt die Kooperation mit insgesamt zehn Vereinen an, die jeweils zwischen 400.000 und 800.000 Euro für die Trikotwerbung erhalten. Die Summe des Sponsorings beläuft sich daher auf bis zu acht Millionen Euro. Mit dieser Summe könnten auch zwei Vereine aus der ersten Bundesliga gesponsert werden. Doch die breite Masse an Fans in der 3. Liga scheint den Konzern mehr zu beeindrucken.

Kooperation dient auch zur Verbindung mit Fans

Genau mit denen will der Glücksspielkonzern nämlich zukünftig besser und einfacher in Kontakt treten. Das Ziel ist es, direktes Feedback zu eigenen Produkten zu erhalten und eigene Innovationen direkt am Endkunden vorstellen zu können. Ebenso soll die Konkurrenz auf dem deutschen Glücksspielmarkt distanziert und in Richtung der Bundesregierung ein klares Zeichen gesetzt werden, teilte ein Sprecher von Sunmaker mit. Hier spielt erneut die heiß diskutierte Liberalisierung der Glücksspielbranche eine entscheidende Rolle. Wirklich Fortschritte konnten bisher allerdings nicht verzeichnet werden. Die Vereine selber haben sich aber schon seit längerer Zeit Sponsoren aus der Glücksspielbranche geöffnet.

“Jeder Verein von der ersten bis zur dritten Liga hat einen Wettanbieter als Werbepartner. Warum sollten wir uns dem verschließen?“ Jens Rauschenbach als Präsident des Hallescher FC

Bestätigt wurde diese Aussage bereits von vielen anderen Vereinsvertretern anderer Profivereine. Allerdings wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls immer wieder darauf hingewiesen, dass die Partnerschaft sich ausschließlich auf den Bereich der Sportwetten und nicht den Online-Casinos bezieht.

Konkurrenz schläft nicht

Die enormen wirtschaftlichen Möglichkeiten, die die in Deutschland große Beliebtheit des Profifußballs bietet, sind aber selbstverständlich anderen Glücksspielanbietern nicht verborgen geblieben. So erfolgte kürzlich die Nachricht, dass der Glücksspielanbieter SkillOnNet seine vom Bundesland Schleswig-Holstein ausgestellte, gültige Lizenz verlängert hat. Bekannt ist der SkillOnNet beispielsweise durch seine Marke DrückGlück, die sogar eine eigene TV-Show auf dem Sportsender SPORT 1 besitzt. Auch durch die Partnerschaft mit dem Zweitligisten Holstein Kiel ist SkillOnNet öffentlich in Erscheinung getreten.

Die Nachricht über die Lizenzverlängerung wurde vom Konzern gleichzeitig genutzt, um zu verkünden, dass die Kooperation mit Holstein Kiel weiter intensiviert werden soll. Die Richtung, in die sich Glücksspielkonzerne im Bereich deutscher Profifußball bewegen, scheint eindeutig zu sein. Dadurch gerät auch die Politik immer weiter unter Zugzwang, schließlich sind bis heute die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine klare Glücksspielregulierung nicht gegeben.

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