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Sportwettenanbieter Hypbet drängt auf deutschen Markt

In Deutschland steht der Sportwettenmarkt vor großen Änderungen, auch wenn dieser sich noch immer in der oft zitierten rechtlichen Grauzone befindet. Die jüngsten Ereignisse lassen jedoch darauf schließen, dass die endgültige Liberalisierung kurz bevorsteht. Dieser Umstand veranlasst den noch jungen Sportwettenanbieter Hypbet zu Millioneninvestitionen und zahlreiche Marketingkampagnen. Gibt es hierzulande also bald einen neuen Branchenführer?

Terminal von Playtech.
Auch über Terminals wie dieses soll die Wettabgabe bei Hypbet künftig möglich sein. (©Bildquelle)

Geschäftsführer-Trio mit großen Ambitionen

Wenn es um Sportwetten und Sportwettenanbieter in Deutschland geht, fallen oftmals dieselben Namen: Vor allen Dingen Tipico und bwin sind hierzulande sehr bekannt, was durchaus auch damit zu tun haben dürfte, dass die beiden Big Player der Branche Kooperationspartner von bekannten deutschen Fußballvereinen sind. Doch nun droht den etablierten Unternehmen wohl starke Konkurrenz.

Denn aktuell schickt sich ein bis dato noch eher unbekannter Name an, die deutsche Sportwettenbranche ordentlich aufzumischen. Die Rede ist von Hypbet, ein Tochterunternehmen des börsennotierten Konzerns Playtech BGT Sport Gruppe (PBS). Hypbet existiert kaum zwei Jahre, wurde demnach erst 2017 gegründet, hat jedoch große Ambitionen auf dem deutschen Markt. Bislang ist Hypbet bereits an 500 deutschen Standorten zu finden. In absehbarer Zeit soll diese Zahl sogar verdoppelt werden.

Damit dies auch funktioniert, hat sich das Unternehmen branchenerfahrene Geschäftsführer an Bord geholt, beispielsweise Peter Reinhardt oder auch Michael Lessig. Beide haben in den vergangenen Jahren bereits Führungspositionen in Sportwettenunternehmen bekleidet, so unter anderen bei Bet365, Betfair oder X-Tip.

Mit dabei ist aber auch Andreas Köberl, der zwar nicht direkt aus der Sportwettenbranche stammt, aber jahrelang als Berater für Microsoft tätig war. Geballtes Fachwissen und reichlich unternehmerische Expertise sind in der neuen Führungsetage von Hypbet demnach vorzufinden. Doch das müssen sie auch, letztlich hat das Geschäftsführer-Trio ambitionierte Ziele.

“Wir gehen von einer weiteren Konsolidierung des Sportwettenmarkts aus und streben mittelfristig an, uns mindestens unter den Top-Zwei der Anbieter wiederzufinden.”

Investitionen en masse bereits in Planung

500 Sportwetten-Shops sind bereits keine schlechte Zahl, vor allen in so kurzer Zeit und angesichts der Tatsache, dass in ganz Deutschland „nur“ 4.000 Shops insgesamt zu finden sind. Den Großteil davon betreibt übrigens der Sportwettenanbieter Tipico, der folglich die größten Marktanteile hat. Doch genau diese will Hypbet von der bekanntesten Glücksspielmarke in Deutschland nun übernehmen. Allerdings dürfte dies kein einfaches, dafür aber umso teureres Unterfangen sein.

Doch bei Hypbet bzw. dem Mutterkonzern ist man allem Anschein nach bereit, horrende Summen in den deutschen Glücksspielmarkt zu investieren, eben weil man davon ausgeht, dass die Konsolidierung kurz bevorsteht. Fest steht zumindest, dass der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag noch bis zum 30. Juni 2021 gültig sein wird. Auf der Ministerkonferenz vom 21. März einigten sich die Politiker auf eine Neuformulierung des Gesetzestextes, wonach der Sportwettenmarkt in Deutschland grundsätzlich auch für private Anbieter geöffnet werden soll.

Zumindest die rechtliche Frage scheint so relativ sicher geklärt zu sein. Doch wie will Hypbet die aktuellen Player der Branche verdrängen? Dies soll vor allem durch neue technische Standards gelingen. Während Tipico und Co. Jahr für Jahr Millionenbeträge als Sponsor für die großen deutschen Fußballklubs wie dem FC Bayern München oder Borussia Dortmund ausgeben, will Hypbet eher in Omnichannel-Technologie investieren.

Denn genau hieran mangele es den etablierten Kräften. Kunden von Hypbet sollen schon bald keine Unterschiede mehr beim Wettangebot und Service bemerken, unabhängig davon, ob sie das Wettangebot vor Ort am Terminal, am Desktop-PC oder einem mobilen Endgerät nutzen.

“Wir sprechen potenziell 3.000 Shop-Betreiber an, zu uns zu wechseln. Wir möchten die Umwälzung der Branche nutzen und mit unserem Produkt, der Marke und mit unseren Franchise-Partnern den Markt durchdringen. Die Hpybet-Produkte sind besonders innovativ durch ihre Omnichannel-Architektur. Es wird bei uns künftig keinen Unterschied mehr geben, ob unser Kunde den Service mobil, am PC oder stationär abruft.”

Angst vor dem Schwarzmarkt?

Zwar hat Hypbet noch keine konkrete Zahl genannt, allgemein wird aber davon gesprochen, dass ein zweistelliger Millionenbetrag in nächster Zeit auf dem deutschen Markt investiert werden soll. Damit läge das Investitionsvolumen ungefähr bei der Summe, die Tipico und bwin Jahr für Jahr an die deutschen Fußballvereine zahlt.

Angesichts der Umsatzzahlen auf dem deutschen Sportwettenmarkt sind diese Summen aber immer noch marginal einzustufen. Denn laut dem Jahresreport der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder konnten auf dem deutschen Sportwettenmarkt im Jahr 2017 insgesamt 14,2 Mrd. Euro generiert werden, das sind sechs Prozent mehr als das Jahr zuvor.

Allerdings gilt es zu bedenken, dass nur elf Milliarden Euro auf den regulierten Markt entfallen. 3,2 Mrd. Euro setzt noch immer der Schwarzmarkt um, wobei davon auszugehen ist, dass sich dieser Anteil nach der endgültigen Liberalisierung des Marktes zügig verringern wird.

Ohnehin will auch Hypbet versuchen, das Image von Sportwetten zu verbessern. Wie dies genau funktionieren soll, ist noch nicht bekannt, allerdings möchte sich Hypbet klar auf eine junge und technisch affine Zielgruppe konzentrieren.

“Wir wollen etwas für die Markenbildung bei der Zielgruppe junge Erwachsene und innovative early adopters tun und insbesondere das Produkt Sportwette markentechnisch besser positionieren.”

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