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Panne bei Lottoziehung: Was sind die Konsequenzen?

Das deutsche „6 auf 49“ gilt hierzulande als das beliebteste Glücksspiel überhaupt. Ob nun online oder stationär, kaum ein anderes Glücksspiel ist schichtübergreifend derartig beliebt und akzeptiert wie Lotto, was auch damit zu tun haben mag, dass die deutsche Lotterie noch immer eine staatliche ist und nicht in privater Hand liegt. Trotzdem kann es auch hier Fehler geben, wie ein jüngstes Ereignis zeigte. Doch was passiert, wenn bei der Ziehung der Lottozahlen maschinelle oder menschliche Fehler passieren?

Beim Lotto ist alles „echt“

Portrait.
So einfach das Lottosystem auch sein mag, manchmal geht selbst bei der Ziehung von sechs Zahlen etwas schief. © pixabay

In Deutschland weiß wohl fast jeder Bürger, wann und wie er die Ziehung der Lottozahlen verfolgen kann. Mittwoch um 18.25 und Samstag um 19.25 Uhr sitzen Millionen von Menschen gespannt vor ihrem Bildschirm und hoffen, die berühmtem sechs Richtigen getroffen zu haben. Immerhin kann im Fall der Fälle so ein Millionenbetrag gewonnen werden, der im Endeffekt ein ganzes Leben ohne Geldsorgen bedeuten kann. Während Lottospieler früher vor dem TV saßen, ist es heutzutage üblich, die Ziehung als Livestream zu verfolgen. Doch dies sorgte eine Zeit lang auch für Verunsicherung, denn dem Internet trauen viele Menschen noch immer nicht. Wohl auch deswegen kündigt die berühmte Lottofee vor jeder Ziehung an, dass alle Lottokugeln sowie das Ziehungsgerät vor der Ziehung der Zahlen überprüft worden seien, so auch bei der Lottoziehung am Samstag vor einer Woche.

In diesem Fall am 11. Mai 2019 geschah jedoch etwas, das es bereits seit langer Zeit nicht mehr bei der Lottoziehung gegeben hatte: eine Panne. Die Maschine war kurzerhand stehengeblieben, die Lottofee daraufhin sichtlich schockiert, nahezu hysterisch, allem Anschein nach aber trotzdem glücklich. Der Grund war relativ simpel: Die Moderatorin konnte somit endlich beweisen, dass auch wenn die Ziehung nunmehr online übertragen wird, weiterhin alles mit rechten Dingen zugeht. „Technik – da steckt man nicht drin“ , kommentierte dann auch der herbeigerufene Ziehungsleiter das Geschehen. Am Ende konnte die Ziehung dank eines Ersatzgeräts zwar problemlos fortgeführt werden, für das verantwortliche Lottoteam wie auch für zahlreiche Zuschauer bleibt die Ausstrahlung des 11. Mais dieses Jahres aber gewiss eine Highlight-Folge.

“Oh mein Gott, darauf habe ich gewartet, seit ich hier Lotto moderiere, mein Herz. Ich habe mich eigentlich immer darauf gefreut, damit Sie sehen, dass alles echt ist.”

Falsch gelesene Zahl bis fehlende Kugeln: Chronologie der Lotto-Pannen

Doch der 11. Mai dieses Jahres stellt nur eine Kuriosität in der Pannen-Chronologie der deutschen Ziehung der „6 aus 49“ dar – und wahrscheinlich nicht die faszinierendste. Denn tatsächlich gab es bereits zahlreiche Kuriositäten im Laufe der letzten Jahre. Dies ist auch kein allzu großes Wunder, letztlich gibt es die Ziehung bereits seit 1965, damals natürlich noch im TV übertragen, und zwar im Hessischen Rundfunk. Der Ablauf der Ziehung hat sich ebenso wenig wie das Format bis dato aber kaum geändert, auch wenn die rechtlichen Grundlagen sich im deutschen Glücksspielstaatsvertrag hin und wieder modifiziert haben. Trotzdem gab es hin und wieder Ereignisse, die für jede Menge Wirbel und Aufsehen sorgten.

  • Mai 2005: In der Ziehung vor 14 Jahren, wiederum im Mai, sorgte eine menschliche wie technische Panne für Aufsehen. Zwar wurden alle Zahlen inklusive der Zusatzzahl, der 18, korrekt gezogen, als die Gewinnzahlen am Ende der Sendung aber nochmals eingeblendet wurden, wurde aus der 18 urplötzlich eine 8, welche von der Losfee Franziska Reichenbacher so auch vorgelesen wurde.
  • Sommer 2002: In der Ziehung der Nordwestdeutschen Klassenlotterie fehlten bei den Ziehungen über Wochen 20 der eigentlich 100 Kugeln in der Lostrommel. Doch wie kann dies sein? Tatsächlich waren die Kugeln für einen Filmdreh gegen „schönere“ getauscht worden. Am Ende vergaß man, die Lottokugeln aber zurück in die Maschine zu legen. Letztlich mussten alle Ziehungen öffentlich und unter Aufsicht wiederholt werden.
  • Februar 1999: Im Februar vor der Jahrtausendwende hatten einige Lottospieler besonders viel Pech. Während der Ziehung der Zahlen für das Spiel 77 zerbrach während der Ziehung die Kugel mit der Zahl 6, und das kurz bevor die Zahl 9 gezogen wurde. Weil dies laut Reglement aber nicht zulässig ist, musste die Ziehung wiederholt werden. Anstatt der Zahl 9 wurde die Zahl 8 gezogen. Tipper, die also mit der Zahl 9 gewonnen hätten, gingen am Ende doch leer aus.
  • Mai 1984: Und wieder einmal der Mai, obgleich auch vor 35 Jahren. Die damals noch auf mechanisch-pneumatischer Basis arbeitende Lostrommel versagte ihren Dienst und gab nach dem Mischen ganz einfach keine der Lottokugeln frei. Die damalige Sendung musste unterbrochen werden, später wurden die Gewinnzahlen in das laufende Programm eingeblendet – zum Unmut der zahlreichen Lottospieler. Um alle Zweifler zu beruhigen, wurde die Ziehung der Lottozahlen um 00.20 Uhr als Wiederholung im TV ausgestrahlt.
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